Konkret handelt es sich um die Säuglingsnahrung „Nutrilon Profutura 1“ mit der Losnummer 2027.08.19 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19.08.2027. Die betroffene Charge war in Belgien zwischen April und Oktober 2025 im Handel. Danone teilte mit, dass man in engem Austausch mit der föderalen Agentur für die Sicherheit der Lebensmittelkette (Fasnk/Afsca) stehe, um die weiteren Schritte abzustimmen.
Bereits am Freitag hatte Danone zwei Chargen Babymilch in Frankreich aus dem Verkehr gezogen, ebenfalls wegen des möglichen Vorhandenseins von Cereulid. In der Folge wurde der Konzern aufgefordert, sämtliche betroffenen Produkte in den Lagerhäusern zu blockieren. Belgien wurde zudem über ein europäisches Warnsystem informiert, nachdem die irische Lebensmittelbehörde entsprechende Hinweise weitergeleitet hatte.
In den vergangenen Wochen waren auch Produkte anderer Hersteller betroffen. Anfang Januar war in Flandern mindestens ein Säugling erkrankt, nachdem er eine zurückgerufene Babymilch von Nestlé konsumiert hatte. Das Kind ist inzwischen vollständig genesen.
Eine Vergiftung mit Cereulid äußert sich in der Regel durch starkes Erbrechen und wässrigen Durchfall, die meist zwischen 30 Minuten und drei Stunden nach dem Verzehr auftreten. Die Symptome ähneln einer Magen-Darm-Grippe, weshalb die Ursache nicht immer sofort erkannt wird. Eltern werden deshalb aufgefordert, bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und zu prüfen, ob verwendete Produkte von Rückrufaktionen betroffen sind. (belga/calü)

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