Sechs Minuten gespielt: Standard Lüttich gewinnt gegen den FC Antwerp

<p>Sechs Minuten gespielt: Standard Lüttich gewinnt gegen den FC Antwerp</p>
Foto: Photo News/David Hagemann

Schiedsrichter Lothar D’Hondt hatte das Spiel in Lüttich am Freitagabend aufgrund von Becherwürfen nach einer Viertelstunde erstmals unterbrochen und nach 87:25 Minuten abgebrochen. Kurz vor Schluss war der Unparteiische beim Stand von 1:0 für Standard Lüttich selbst von einem Lütticher Fan mit einem Becher beworfen worden. Standard-Sportdirektor kritisierte seine Entscheidung für einen vorzeitigen Abbruch unmittelbar nach Schlusspfiff massiv: „Ein Becherchen und er beendet das Spiel. Die Schiedsrichter sind die Stars des Fußballs geworden.“

Anstatt die Partie mit einer 0:5-„Forfait“-Niederlage für Standard Lüttich zu werten, musste das Spiel laut Regelwerk des Fußballverbandes auf dem Rasen beendet werden. Ein ähnliches Schicksal hatte im Januar 2024 die AS Eupen beim Auswärtsspiel gegen RWDM ereilt. Die Ostbelgier brachten damals einen 1:0-Vorsprung über die Zeit.

Der aufgrund eines Staus auf der Autobahn erst knapp eine Stunde vor dem „Anstoß“ in Lüttich eingetroffene FC Antwerp wechselte für das Mini-Duell auf einer Position: Der am Freitag eingesetzte Hamdaoui reiste erst gar nicht mit nach Sclessin, für ihn spielte Innenverteidiger Kouyaté im Angriff. Der älteste Verein des Landes hatte zudem erklärt, nur unter Vorbehalt für wenige Minuten gegen Lüttich anzutreten. Standard Lüttich wiederum trat mit denselben zehn Akteuren an, denen am Freitagabend nur Sekunden zu einem hochverdienten Erfolg gefehlt hatten.

Im Rest der regulären Spielzeit tauchte der FC Antwerp lediglich ein Mal vor dem Lütticher Tor auf. In der vierminütigen Nachspielzeit tat sich in Slessin nichts mehr, es blieb beim 1:0 für die „Rouches“. (mn)

Foto: Photo News/David Hagemann

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