[Video] Standard gegen Antwerpen nach Becherwürfen abgebrochen – Restliche Minuten am Montag

<p>Schiedsrichter Lothar D´Hondt beendete die Partie zwischen Standard Lüttich und Antwerpen vorzeitig.</p>
Schiedsrichter Lothar D´Hondt beendete die Partie zwischen Standard Lüttich und Antwerpen vorzeitig. | Foto: Photo News

Schon vor dem Anpfiff hatten beide Fanlager ordentlich Pyrotechnik abgebrannt und für einen verzögerten Start in den elften Spieltag gesorgt. Später warfen Standard-Anhänger Gegenstände aufs Feld, um gegen Entscheidungen des Schiedsrichters zu „protestieren“. Unter anderem war Adnane Abid kurz vor der Pause nach VAR-Intervention mit Rot geflogen, woraufhin ein Zuschauer zum ersten Mal einen Becher in D´Hondts Richtung warf.

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Nach 72 Minuten flogen weitere Becher, der Schiedsrichter unterbrach die Partie und schickte beide Teams in den Kabinentrakt. Zehn Minuten dauerte die Pause, ehe der Ball wieder rollte, doch in der Schlussphase warfen „Fans“ erneut mit Trinkgefäßen und trafen D´Hondt an der Schulter – diesmal brach er das Spiel endgültig ab.

Zuvor hatte Said die „Rouches“ bereits nach nur 17 Sekunden in Front gebracht und damit das sechstschnellste Tor in der Geschichte der 1. Division erzielt – Platz eins in dieser Liste gehört übrigens immer noch Victor Osimhen, der 2019 im Charleroi-Trikot neun Sekunden für sein 1:0 gegen Antwerpen benötigte.

Erinnerungen an RWDM-Eupen

Wie geht es nun weiter? Von 0:5-Niederlagen am Grünen Tisch will die Pro League bekanntlich absehen, wie unter anderem das Spiel zwischen RWDM und der AS Eupen im Januar 2024 zeigt. Damals hatten RWDM-Anhänger Böller geschmissen und für einen Abbruch gesorgt, einige Tage später musste Eupen erneut nach Brüssel, um die verbleibenden rund zehn Minuten zu bestreiten.

So wird auch die Zukunft von Standard-Antwerpen aussehen: Wie die Lütticher noch am späten Freitagabend mitteilten, stehen sich beide Mannschaften am kommenden Montag für die restlichen Minuten inklusive Nachspielzeit erneut gegenüber – weiterhin beim Stand von 1:0. Der Becherwerfer sei identifiziert worden, der Standard werde ein Verfahren zum Stadionverbot sowie eine Schadenersatzklage einleiten. (tf/belga).

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