Audi Brussels schließt Ende Februar 2025 seine Pforten – Potenzieller neuer Investor

<p>Macht am 28. Februar 2025 definitiv dicht: das Audi-Werk in Brüssel</p>
Macht am 28. Februar 2025 definitiv dicht: das Audi-Werk in Brüssel | Foto: belga

Auch teilte die Geschäftsleitung am Dienstag mit, dass ein potenzieller neuer Investor an Audi Brussels herangetreten ist.

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Kommentare

  • Ja, so geht das. Wenn Politik vorgibt, was produziert werden muss, nennt man das Planwirtschaft. Hat noch nie funktioniert. Und der "potentielle neue Investor" ist mittlerweile Nr. 29! So hält man die Leute ruhig bis zum bitteren Ende.

  • Alles klar, da ruft also ein belgischer Politiker bei Audi bzw. VW in der deutschen Zentrale in Wolfsburg an und sagt: Produzier' mal Auto X oder Auto Y...!

    In welcher Phantasiewelt leben Sie eingentlich, Herr Wahl? Ihnen ist schon klar, dass wir eine freie Marktwirtschaft haben, oder?

  • Herr Hezel,
    bei VW ist das wirklich der Fall, denn die öff.Hand. (Land Niedersachsen) hat zwar nur ca.12% der Stammaktien des Konzern, immerhin, aber es gibt noch einige Sonderregelungen, die der Politik immer Einfluss sichert und sicherte:
    * Das Volkswagen-Gesetz: es wurde in den 1960er Jahren verabschiedet, um einen Ausverkauf des Konzerns zu verhindern und Arbeitsplätze zu sichern. Das Gesetz schreibt vor, dass bei wichtigen Unternehmensentscheidungen eine qualifizierte Mehrheit von 80 % der Stimmen erforderlich ist. Da der Staat 12% der Aktien hat, kommen oft (zusammen mit anderen Entscheidungsträgern) Blokaden zustande, die Reformen verhinderten.
    * Das Gesetz wurde über viele Jahre hinweg rechtlich angefochten, insbesondere von der EU-Kommission, die es als Einschränkung des freien Wettbewerb ansah.
    * Niedersachsen hat zudem eine sogenannte SPERRMINORITÄT: es ermöglicht dem Land Niedersachsen, in strategischen Angelegenheiten mitzubestimmen.
    * So ist es auch zu erklären, dass VW voll auf E-Mobilität setzte, denn hier war der grün-politische Einfluss direkt vorhanden.

    Im Aufsichtsrat übrigens sitzt Julia Willie Hamburg, die niedersächsische Kultusministerin, von der Partei der Grünen. Sie wollte in jungen Jahren Politikwissenschaften studieren (funktionierte irgendwie nicht ;-) ), hat nachher aber 'nur' Philologie und Philosophie studiert, jedoch ohne Abschluss, privat hat sie 2 Kinder, und hat in der Politik Karriere gemacht über die Parteileiter. eine richtige Laufbahn eines grünen Apparatschiks: von Nichts eine Ahnung, aber von diesem Nichts hat sie verdammt viel Ahnung. Von sozialer Marktwirtschaft und Technik hat die keinen Schimmer, so vermute ich mal. Es erinnert an Geschichten aus der Ex-Sowjetunion, wo die staatseigenen Betriebe voll mit Partei-Funktionären waren: als Russland und alle anderen GUS-Staaten marktwirtschaftlich handeln mussten, wurden diese Apparatschiks zuerst gefeuert, da es nutzlose Mitesser waren.

    Oh ja. Bei VW hat sich die deutsche grüne Politik so richtig ausgetobt!
    Aber es ist ja fast ein Tabu, dieses öffentlich an den Pranger zu stellen.
    Herr Hezel, kommen Sie bitte aus Ihrer Fantasiewelt heraus! Es lohnt sich.

  • Da soll jetzt also auch noch von 20 Aufsichtsratsmitgliedern die eine einzige "Grüne" so viel Einfluss auf einen Milliardenschweren Konzern haben, dass sie als einzelne Person bestimmen kann, welche Autos im VW-Konzern gebaut werden......

    Es wird immer abstruser bei den Glaubensbrüdern vom Nullpol.

    Wenn ökologische Politik sich doch so "ausgetobt" hat bei VW, warum hat VW denn nicht mehr E-Autos gebaut?
    Ist es nicht vielmehr das fetischistische Festhalten am Verbrenner und die Tatsache, den Mobilitätswandel verschlafen zu haben, was VW nun in die Misere bringt...?

  • Ja, der Herr Scholzen mit seinem völlig undifferenzierten pathologischen Hass auf alles, was grün ist, macht sich schon lange völlig unglaubwürdig.
    Für das Fiasko von VW gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist China.
    Das wird in einem langen Artikel der NZZ vom 1. November deutlich:
    "Wie VW zur Nummer 1 im chinesischen Automarkt aufstieg – und seine Führungsposition verspielte"
    (Darf leider nicht verlinkt werden, ist aber im Internet leicht aufzufinden.)

    Pikantes Detail: "Als wäre bei Volkswagen nicht schon alles schlimm genug, hat der Konzern nun auch noch einen seiner wichtigsten Manager in China verloren – wegen Drogenmissbrauchs.
    Mitte Oktober nahmen Chinas Strafverfolger Jochen Sengpiehl fest. Mithilfe eines Drogentests hatten die Behördenvertreter in Sengpiehls Blut Spuren von Marihuana und Kokain nachgewiesen.
    Der Manager, der bei VW in China das Marketing und die Abteilung für Produktstrategie leitet, war von Ferien in Thailand nach China zurückgekehrt. In Thailand ist der Konsum von Marihuana seit 2022 erlaubt, der Kokainkonsum allerdings illegal."
    Vielleicht wollte der Topmanager nur einfach mal für einige Zeit dem Stress seines Jobs entfliehen?

    Aber im Ernst: "Das Fatale: Im rasch wachsenden Segment der Elektroautos haben die Ausländer den Chinesen kaum etwas entgegenzusetzen. Im August hatten 60 Prozent der in China neu zugelassenen Autos einen Elektroantrieb. Jedes vierte Fahrzeug, das auf chinesischen Straßen fährt, ist inzwischen ein Stromer, Tendenz steigend."

    Seine Aufforderung an Herrn Hezel sollte der Gegenpoler Scholzen sich selbst mal zu Herzen nehmen: "Kommen Sie bitte aus Ihrer Fantasiewelt heraus! Es lohnt sich."

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