In der Geschichte der heutigen Deutschsprachigen Gemeinschaft ist der 23. Oktober 1973 ein ganz besonderes Datum: Damals trat der Rat der deutschen Kulturgemeinschaft (RdK), der Vorgänger des heutigen Parlaments, zum ersten Mal zusammen. Der 50. Geburtstag dieses Stichtages im kommenden Jahr wird mit einem vielfältigen Programm gefeiert.
Kommentare
Weil der 23. Oktober so ein toller Tag ist, könnte das Parlament ja dann am 23. Oktober 2023 auf der Festsitzung gleich beschließen, dass der 23. Oktober in Zukunft der Tag der Gemeinschaft ist. Wäre eine tolle Sache zur Bekräftigung der eigenen Identität,
Lieber Herr Janssen,
zu ihrer Info: Dieses Thema hat das GrenzEcho in den letzten Jahren schon mehrfach aufgegriffen. Genannt werden als mögliche Alternativen der 23. Oktober und der 20. September (weil am 20. September 1920 das Ge-
biet von Eupen und Malmedy auf der Grundlage des Versailler Vertrages belgisch wurde). Aber irgendwie kommt die Diskussion nicht ins Rollen (obschon es sogar mindestens einen Parlamentarier gibt, der das gerne ändern möchte...). Liebe Grüße, Christian Schmitz, GrenzEcho
Genau meine Meinung!
Eine mögliche Alternative: "der 20. September (weil am 20. September 1920 das Ge-
biet von Eupen und Malmedy auf der Grundlage des Versailler Vertrages belgisch wurde)"?
Nun sollte ein "Feiertag" doch eigentlich an ein Ereignis anknüpfen, das einen Grund zum Feiern bietet. Was könnte es denn am 20. September zu feiern geben?
Die Annexion der damaligen Kantone Eupen-Malmedy" als "cantons rédimés", also als Kriegsbeute, durch Belgien?
Haben die Menschen das damals auch so als Glücksmoment empfunden?
Leider hatten sie keine Gelegenheit, ihre Meinung zu diesem Diktat zu äußern. Die vorgesehene Volksabstimmung wurde ja bekanntlich zur Farce degradiert.
Was gab es also damals, was gäbe es heute an diesem Tag zu feiern?
Der 23. Oktober hingegen wäre ein solcher Grund.
Jedenfalls wäre es ein besserer als der 15. November, wo man sich wie ein schutzbedürftiges kleines Kind an die Rockschöße des Königs klammert.
Lieber Herr Schmitz,
Sie können beruhigt sein, ich lese das Grenzecho schon länger, vielleicht nicht alles, da ich mich auch noch anders informiere. Aber das mit Versailles ist genau das Problem. Wir müssen uns endlich mal freimachen von dieser Zugehörigkeitsidentität zu Belgien und festhalten, das unsere Geschichte und Kultur nicht mit Versailles begonnen haben. Selbst völkerrechtlich war das schon früher, mit dem Wiener Kongress der Fall. Unsere Identität muss eine eigene sein. Autonomie bedeutet Eigenständigkeit, verbunden mit gesundem Selbstbewusstsein im europäischen Geist sollten wir im belgischen Bundesstaat unsere Identität lieber an dem festmachen was uns kennzeichnet. Und das ist nun mal eher der 23. Oktober. Mal sehe was die Diskussion ergibt.
Kommentar verfassen
5 Comments
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren