„Wir wissen nicht, ob sie den Spielern ihre Visa erteilen werden oder nicht“, betonte Pasandideh: „Wir nehmen nicht zu gleichen Bedingungen an der Weltmeisterschaft teil. Wir konnten unsere Mannschaft nicht so trainieren, wie es sein sollte.“
Sein WM-Quartier hatte das Team Melli zu Wochenbeginn ins mexikanische Tijuana verlegt. Dort besuchten laut der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch iranische Diplomaten das Stadion, in dem die Mannschaft trainieren wird.
Ursprünglich war geplant, dass sie in Tucson im US-Bundesstaat Arizona stationiert sein sollte. Seine Vorrundenspiele muss der Iran allesamt in den USA bestreiten. Sowohl gegen Neuseeland (16. Juni) als auch gegen die Roten Teufel (21. Juni) spielt das Team Melli in Los Angeles, ehe es zum Vorrundenabschluss in Seattle gegen Ägypten (27.6.) geht. Der Chef des iranischen Fußballverbandes, Mehdi Taj, hatte zuletzt die Hoffnung geäußert, dass den Spielern Mehrfachvisa gewährt werden. (sid/tf)

Kommentare
Ich kann bestimmt nicht gutheissen, wie der Iran im eigenen Land mit den dort lebenden Menschen umgeht. Wenn ich aber sehe, wie Donald Trump mit einem bereits für die WM qualifizierten Team umgeht, so stelle ich mir die wohl berechtigte Frage, wieso die FIFA den USA nicht die WM entzieht. Schließlich könnten die WM- Spiele auch in den Co- Gastgeberländern ausgetragen werden.
Die Fifa und ihr korrupter Präsident Infantino, der Trump noch kurz vor dem völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran einen vom ihm selbstgeschaffenen Fifa-Friedenspreis verliehen hat - wohl um seine... Unterwürfigkeit gegenüber Trump zum Ausdruck zubringen - würde nichts unternehmen, um diesen kriminellen Präsidenten und die USA auch nur im Ansatz zu kritisieren, geschweige denn zu sanktionieren.
Allein die an der WM teilnehmenden Länder hätten m.M.n. die Macht gehabt, durch einen Boykott zumindest der WM in den USA, ein notwendiges Zeichen zu setzen.
Mir ist völlig unverständlich, wie man diese WM in einem Land, das von einem korrupten Präsidenten und seiner willfährigen Bande in den Autoritarismus geführt wird, allein aus "sportlichem" Interesse und ohne Blick auf die politischen Umstände verfolgen kann.
Allein der Gedanke, bei der Übertragung eines WM-Spiels in die Visagen von Infantino oder Trump schauen zu müssen, löst mittleren Brechreiz aus.
Sind wir wirklich so abgestumpft, dass uns dieser nur noch kommerziellen Zielen untergeordnete WM-Zirkus mehr beschäftigt, als die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, unter denen er stattfindet?
Auch 2000 Jahre später gilt wohl immer noch die Devise: Brot und Spiele...
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