César-Filmpreise: Historiendrama „Lost Illusions“ wird bester Film - „Maalbeek“ bester Kurzfilm

<p>Die französischen Filmemacher Olivier Delbosc (rechts) und Sidonie Dumas (links) haben in Abwesenheit von Xavier Giannoli den Preis für ihn entgegen genommen.</p>
Die französischen Filmemacher Olivier Delbosc (rechts) und Sidonie Dumas (links) haben in Abwesenheit von Xavier Giannoli den Preis für ihn entgegen genommen. | Foto: afp

Der Historienfilm „Lost Illusions“ von Xavier Giannoli hat den César als bester Film gewonnen. Die renommierte Auszeichnung wurde am Freitagabend in der berühmten Pariser Konzerthalle Olympia verliehen. Das Drama handelt von einem jungen Dichter aus der Provinz, der in Paris die Kulissen der Macht entdeckt und die Propagandapresse.

Der Film des 49-jährigen Regisseurs („Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne“) ist zudem mit sechs weiteren Trophäen ausgezeichnet worden, darunter auch die des besten adaptierten Drehbuchs.

Die belgischen Schauspielerinnen Cécile de France (Nebendarstellerin) und Salomé Dewaels (Beste Nachwuchsdarstellerin), die ebenfalls in dem Film zu sehen sind, gingen derweil leer aus.

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Den Preis in der Kategorie Beste Regie gewann die Rockoper „Annette“ von Leos Carax, die insgesamt fünf Auszeichnungen erhielt. Neben der Trophäe für den besten Ton – mit Thomas Gauder (Mischer) und Paul Heymans (Ton-Editor) haben zwei Belgier an dem Projekt mit gearbeitet –, hat der Film des Arthouse-Altmeisters auch den Preis für die beste Originalmusik gewonnen, die von der US-amerikanischen Rock- und Popband Sparks stammt.

Der Film „The Father“ des französischen Filmregisseurs Florian Zeller hat den César als bester Auslandsfilm gewonnen. Er handelt von einem in Rente befindendlichen Ingenieur, der unter Demenz leidet. Das Drama wurde 2021 auch mit einem Oscar für das beste Drehbuch ausgezeichnet, Anthony Hopkins, der darin die Hauptrolle spielt, erhielt den Oscar als bester Darsteller.

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Das Werk „Maalbeek“ des französischen Regisseurs Ismael Joffroy Chandoutis wurde indes als bester Kurzfilm ausgezeichnet. In dem Doku-Streifen geht es um Sabine, die als Überlebende des Anschlags auf die Brüsseler Metrostation Maalbeek am 22. März 2016 auf der Suche nach dem fehlenden Bild eines Ereignisses, an das sie sich nicht erinnern kann.

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Der Ehren-César ging an die australisch-US-amerikanische Schauspielerin Cate Blanchett. Die Trophäe wurde der 52-Jährigen von Isabelle Huppert überreicht. Blanchett stand in vielen großen Filmproduktionen vor der Kamera wie in „Aviator“ von Martin Scorcese. Für ihre darstellerische Leistung in dem Woody-Allen-Film „Blue Jasmine“ erhielt sie 2014 den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Mit Hommagen wurde unter anderem die 2021 verstorbene Filmlegende Jean-Paul Belmondo geehrt sowie der bei einem Ski-Unfall tödlich verunglückte Gaspard Ulliel. Der franko-kanadische Regisseur, Darsteller und Freund Xavier Dolan las unter Tränen einen von ihm verfassten Text in Gedenken an den 37-Jährigen vor, der Mitte Januar gestorben war.

Der César, benannt nach dem Bildhauer César Baldaccini, ist die französische Version der Oscar-Filmpreise. Er wird seit 1976 verliehen. (dpa/belga/calü)

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