In der Ortschaft Lontzen gibt es weder einen Bäcker noch einen Metzger, geschweige denn einen Tante-Emma-Laden für die nötigsten Besorgungen. Jetzt nehmen die Bürger ihr Glück selbst in die Hand und eröffnen ein Lädchen, das das Dorf fortan mit frischen Backwaren und regionalen Produkten versorgt. Das Konzept geht nur auf, wenn sich möglichst viele Lontzener mit einbringen.
Kommentare
Interessante Initiative.
Hoffentlich sind die Gründer sich aber über die steuerrechtlichen Aspekte im Klaren:
„Jeder, der selbst etwas herstellt, soll es hier verkaufen können“
Wie steht es mit der Mehrwertsteuer bei gewerbsmäßigem Handel?
Auch Hygienevorschriften sind zu berücksichtigen: Eier, Milch, Brot, Teilchen und Fladen, also sehr leicht verderbliche Produkte, mal eben so zu verkaufen, da dürfte die AFSCA doch auch ein Wörtchen mitreden wollen.
Wenn schon Schulkindern verboten wird, einen Geburtstagskuchen für die Klassenkameraden mitzubringen...
"Ehrenamtliche Verkäufer", die regelmäßig hinterm Tresen stehen und also in einem, wenn auch Teilzeitbeschäftigungsverhältnis?
Wie steht es mit Sozialversicherung? Arbeitsunfall? Haftpflicht?
Auch wenn es eine "VoG", also eine "Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht" sein soll und also selbst "uneigennützig" arbeiten sollte, besteht ihre Tätigkeit doch in der kommerziellen Vermarktung von Gütern, deren Lieferanten ganz gewiss eine solche Gewinnabsicht haben.
Da scheint doch der Charakter der Gemeinnützigkeit des Vereins selber sehr fraglich zu sein.
Aber ich nehme an, die Initiatoren haben diese Fragen vorab durch einen Steuerexperten oder Rechtsanwalt klären lassen und sind nicht blauäugig drauflos gestartet.
Dann könnte das G seinem Informationsauftrag gerecht werden und Einzelheiten dazu recherchieren und veröffentlichen, damit eventuelle Interessenten in anderen Dörfern sich ein vollständiges Bild machen können.
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