Oliver Paasch: „Weitreichende Lockerungen“ in Aussicht

<p>Die Maskenpflicht in der Primarschule steht vor einer Lockerung. Foto: Photo News</p>
Die Maskenpflicht in der Primarschule steht vor einer Lockerung. Foto: Photo News

Das Covid Safe Ticket (CST) ab 50 Personen werde auch weiterhin zum Einsatz kommen, so der Ministerpräsident, der die Deutschsprachige Gemeinschaft im Konzertierungsausschuss vertritt. In diesem Gremium tagen Vertreter aller Regierungen des Landes. Es gibt in der Corona-Pandemie die Richtung vor. Auch öffentliche Veranstaltungen dürften in Zukunft „in einem größeren Umfang“ wieder möglich sein, so der Eupener Regierungschef am Donnerstag auf GrenzEcho-Nachfrage. Im Gaststättengewerbe steht die Sperrstunde vor der Aufhebung, ebenso die 6er-Tischregel und das Konsumverbot im Stehen.

Lockerungen erwartet Oliver Paasch auch bei den organisierten Vereinsaktivitäten (wie Proben), die bisher mit bis zu 80 Personen erlaubt waren. Wieder öffnen dürfen künftig auch die Diskotheken. Es werde nicht alles über das Corona-Barometer geregelt, dieses lasse einen gewissen Spielraum in den Details. Für Veranstaltungsorte (Säle) müsste noch festgelegt werden, bei wie viel Prozent die Auslastung liegen dürfe.

Über Bestimmungen des Barometers hinaus dürfte es aber noch weitere Erleichterungen geben: zum Beispiel bei der Heimarbeit, die bisher an vier Tagen pro Woche verpflichtend festgeschrieben ist – offiziell zumindest. Nicht geklärt ist bisher, wie weit die Lockerungen im Unterrichtswesen gehen werden.

Die drei Bildungsminister des Landes, darunter auch DG-Ministerin Lydia Klinkenberg (ProDG), hatten sich in dieser Woche im Vorfeld des Konzertierungsausschusses darauf verständigt, dass die Maskenpflicht im Unterrichtswesen vom 1. bis zum 4. Schuljahr in der Primarschule fallen soll. „Das unterstützen wir auf jeden Fall, und das wird der Konzertierungsausschuss aller Voraussicht nach auch beschließen“, meinte Oliver Paasch. Fraglich sei aber, ob es darüber hinaus nicht noch Lockerungen der Maskenpflicht geben wird.

Bis Mitte März könnte das Corona-Barometer auf gelb schalten, womit alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben würden. Das hofft auch Oliver Paasch. Er warnt aber davor, sich jetzt nicht mehr an die Vorgaben eines Barometers zu halten. „Das Barometer ist ein gutes und verlässliches Instrument. Daran sollten wir festhalten.“

Schließlich gehe es auch darum, jetzt nicht zu viele Infektionen gleichzeitig zuzulassen, denn dann könnten die Krankenhäuser und Intensivstationen wieder unter Druck geraten. „Wir müssen weiterhin etwas Zeit gewinnen.“ Lockerungen in dem erwähnten Umfang seien auch nur möglich wegen der hohen Impfquote in Belgien. Im europäischen Vergleich liege das Land hinter Dänemark, Island und Malta auf Platz vier.

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