Drei Schritte zur Sicherung der Wasserläufe

<p>Unmittelbar nach der Flut wurde prioritär das Schwemm- und Treibgut beseitigt, das ohne Spezialwerkzeug geborgen werden konnte.</p>
Unmittelbar nach der Flut wurde prioritär das Schwemm- und Treibgut beseitigt, das ohne Spezialwerkzeug geborgen werden konnte. | Foto: Ralph Schaus

Nicht nur mehrere Brücken auf dem Stadtgebiet wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Während der Naturkatastrophe wurden auch die Wasserläufe selbst arg gebeutelt. Die Sicherung und Verbesserung der Wasserläufe wurde daher von den Verantwortlichen in drei Schritten geplant, wie in einem Kommuniqué mitgeteilt wurde, das den Stand der Dinge für den Monat Januar darlegt:

1. In einem ersten Schritt wurde die Sicherung der Wasserläufe in Angriff genommen. Unmittelbar nach der Flut wurde prioritär das Schwemm- und Treibgut durch die Stadt mit Unterstützung von Freiwilligen und der Armee aus dem Fluss beseitigt und an den Uferböschungen akute Gefahrenquellen wie zum Beispiel Bäume, die umzustürzen drohten, beseitigt.

„Ziel dieser Operation war es, alles Notwendige zu unternehmen, damit das Wasser normal ablaufen kann und weitere Schäden und Überschwemmungen vermieden werden“, heißt es in der Mitteilung.

Im Verlauf der Sicherungsarbeiten werden zurzeit im Auftrag der Wallonischen Region Arbeiten an den Uferbereichen vorgenommen, um diese erneut zu befestigen. Mit diesen umfassenden Arbeiten wurde eine spezialisierte Firma beauftragt, die inzwischen auf dem Scheiblerplatz in Eupens Unterstadt einen Container aufgestellt hat und dort ihr Material und ihre Maschinen lagert.

2. In einem zweiten Schritt sollen die Säuberungsarbeiten an den Wasserläufen fortgeführt und fertiggestellt werden. Derzeit befinden sich an zahlreichen Orten noch kleinere Mengen Schwemmgut. Die besagten Stellen seien nicht einfach zugänglich. Um dieses restliche Schwemmgut zu bergen, werde Spezialgerät benötigt, das zurzeit noch nicht zur Verfügung stehe. „Sobald dieses Gerät verfügbar ist, werden auch diese Bereiche geräumt“, heißt es seitens der Stadt.

3. Der dritte und letzte Schritt besteht im „kompletten Wiederaufbau und der Ausarbeitung von Präventionsmaßnahmen“. Die Wallonische Region arbeite, was das angeht, an einer Gesamtplanung, um in Zukunft besser gerüstet zu sein und Schäden auf ein Minimum zu beschränken.

Erste Studien in diesem Bereich seien bereits in Angriff genommen worden, um die Wasserläufe in der Wallonie und Ostbelgien nachhaltig zu sichern.

In der Eupener Unterstadt wurde indes der Pavillon auf dem Scheiblerplatz als Anlaufstelle für alle Betroffenen der Flutkatstrophe eingerichtet. Nathalie Piront und Guy Adrian bilden von städtischer Seite aus das Team „Wiederaufbau Unterstadt“. Außerdem nutzen verschiedene Dienste den Container am Zusammenfluss von Hill und Weser, um die Betroffenen der Naturkatastrophe unbürokratisch zu informieren und ihnen zur Seite zu stehen. Infos und Hilfe erhalten die Betroffenen unter wiederaufbau-unterstadt@
eupen.be oder 0471/86 82 11. (red/nawi)

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