Nach Vorfall bei Corona-Demo in Brüssel: Polizei leitet interne Untersuchung ein

<p>Gewaltbereite Extremisten von ganz rechts und ganz links, viele von ihnen aus dem Ausland, nutzten die Demonstration zu Angriffen auf die Polizei. Wie diese mitteilte, wurden mindestens 230 Personen festgenommen.</p>
Gewaltbereite Extremisten von ganz rechts und ganz links, viele von ihnen aus dem Ausland, nutzten die Demonstration zu Angriffen auf die Polizei. Wie diese mitteilte, wurden mindestens 230 Personen festgenommen. | Foto: belga

Auf Amateuraufnahmen ist zu sehen, wie ein Mann gewaltsam zu Boden gestoßen wird und von einem Polizisten mehrere Schläge erhält.

Der betroffene Mann, der in der Brüsseler Gemeinde Woluwe-Saint-Lambert ansässig ist, sagte am Dienstag gegenüber dem Privatsender „RTL“, dass er nicht an der Demonstration beteiligt war und deswegen Anzeige erstattet habe. Der Mann erklärte, dass er nur seiner Freundin helfen wollte, die von Störenfrieden umgeben war, als sie einkaufen gehen wollte. „Vier Polizisten griffen mich an. Zwei haben mich mit ihrem Schlagstock verprügelt. Ich habe versucht, die Situation zu erklären, aber sie wollten nicht zuhören.“

Der Mann wurde kurz darauf blutüberströmt in eine Polizeikaserne gebracht und landete dort zusammen mit rund 20 Randalierern in einer Zelle. „Ich versuchte dort noch einmal zu erklären, dass es sich um ein Missverständnis handelt, aber sie sagten mir, ich solle den Mund halten.“ Schließlich wurde der Mann in ein Krankenhaus eingewiesen. „Ich möchte, dass diese Polizisten bestraft werden.“

Polizeisprecherin Ilse Van de keere erklärte auf Nachfrage, dass eine interne Untersuchung eingeleitet wurde, um den genauen Sachverhalt zu klären. (belga/calü)

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