20 Cent pro Kilometer: Ab heute wird gewandert und gelaufen

<p>Für jeden zurückgelegten Kilometer spenden die Lions Clubs 20 Cent.</p>
Für jeden zurückgelegten Kilometer spenden die Lions Clubs 20 Cent. | Foto: Photo News

Auch in diesem Jahr waren der Leitverband des Ostbelgischen Sports (LOS) sowie die Lions Clubs Eupen und St.Vith wieder zur Improvisation gezwungen. Zum zweiten Mal in Folge ist ein Schwimmmarathon in der gewohnten, erfolgreichen Form nicht möglich, stattdessen geht es in diesem Jahr mit Wander- oder Laufschuhen auf die Straße oder in den Wald. Wie man am Benefizmarathon teilnehmen kann, erklärt Carlotta Ortmann, Kommunikationsbeauftragte von LOS.


Wie laufen die Vorbereitungen?


Die laufen auf Hochtouren, mit allen Partnern, Organisatoren und Sponsoren. Wir haben auch dieses Jahr wieder positive Rückmeldungen aus den Schulen erhalten, was uns natürlich sehr freut. Aber auch so bekommen wir tolles Feedback seitens der Bevölkerung. Wandern und Laufen – beziehungsweise generell die Bewegung zu Fuß – kosten an und für sich weniger Überwindung und sind einfacher „zugänglich“, als ins Schwimmbad zu gehen. Hinzu kommt, dass man eine ganze Woche Zeit für die Teilnahme hat und sich nach seinem Kalender richten kann. Die Ausrede „Ich habe keine Zeit dafür“ gilt in diesem Jahr also nicht (lacht). Deshalb sind wir sehr gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird.


Wie viele Schüler nehmen konkret teil?


Sofern alles gut läuft – und die Schüler nicht scharenweise in Quarantäne geschickt werden müssen –, werden es wieder über 7.000 sein. Alle Altersklassen sind da vertreten, von den Kindergartenkindern über die Primar- und Sekundärschüler bis hin zu den Studenten der AHS. Wir knüpfen also an den Zahlen vom vergangenen Jahr an.


Wie kann man am Benefiz-Marathon teilnehmen?


Jeder kann teilnehmen, egal ob alleine, in der Gruppe, im Verein, mit der Schule, der Familie... Man muss nur die Wander- oder Laufschuhe anziehen, sich auf den Weg machen und Kilometer abspulen. Die Lions Clubs Eupen und St.Vith spenden pro geleisteten Kilometer 20 Cent. Seine Strecke kann man vom 19. bis 26. Januar im Internet auf www.benefizmarathon.be ganz einfach und ohne Voranmeldung angeben. Weil es beim ursprünglichen Schwimmmarathon auch ein Teamschwimmen gab, haben wir dieses Jahr das Teamwandern eingeführt. Es haben sich schon einige Teams angemeldet – wobei da noch Luft nach oben ist, und sich jeder Spenden-Willige noch bis zum 26. Januar bei den Lions Clubs zum Teamwandern anmelden kann, um als Team 250 Euro zu spenden und Kilometer zu sammeln. Am 26. Januar ist zudem das Spendentelefon des BRF offen. Denn sowohl beim Schwimm- als auch beim Benefizmarathon handelt es sich ja um eine Spendenaktion, es ist also nicht nur eine reine Sportveranstaltung.


Nicht jeder ist digital unterwegs oder weiß, wie er seine Kilometer auf der Internetseite eintragen soll. Gibt es auch eine andere Lösung?


Erstens das Spendentelefon anrufen und spenden. Aber es ist wirklich sehr einfach, denn man braucht kein eigenes Konto auf der Seite oder eine spezielle App. Man gibt lediglich seinen Namen oder den der Gruppe, die Kilometeranzahl und die Gemeinde an und fügt hinzu, wie viele Personen in der Gruppe mitgegangen sind. Wenn man möchte, kann man auch ein Foto hochladen. Das war es auch schon. Im schlimmsten Fall kann man bestimmt die Enkel um Hilfe fragen (lacht).


Wie frustrierend ist es für Sie und LOS generell, dass Sie den Schwimmmarathon noch nicht richtig austragen konnten?


Über eine solche Pandemie haben wir leider auch gar keine Kontrolle. Wir sind aber froh, dass wir dieses Jahr die sportliche Komponente in die alternative Veranstaltung hineinbringen konnten. Denn letztes Jahr hatten wir das auch schon geplant, mussten uns dann aber auf die Spendenaktion an sich konzentrieren. Es ist natürlich schade, dass wir nicht schwimmen können. Zeitgleich sind wir aber froh, dass wir die Bevölkerung trotzdem in Bewegung bringen.


Ab wann würden Sie den Benefizmarathon als Erfolg bezeichnen?


Spendentechnisch wären wir, die Lions Clubs und alle anderen Partner überglücklich, wenn wir das Resultat des vergangenen Jahres erneut erreichen könnten. Das wäre ein voller Erfolg. Generell ist es aber toll, wenn sich die Leute an der frischen Luft bewegen, was gerade in der aktuellen Zeit wichtig ist. Und natürlich ist es schon ein Erfolg, dass der Benefizmarathon überhaupt stattfinden kann, weil die Schulen offen sind und man trotz der Corona-Pandemie beim Wandern und Laufen sicher ist. Wir muten dem Gesundheitssektor also dadurch keine weiteren Probleme zu.


Welche Botschaft möchte LOS den Teilnehmern mit auf den Weg geben?


Gerade in unserer Region sind im letzten Jahr nicht nur durch Corona, sondern auch durch das Hochwasser, einige Schwierigkeiten auf uns zugekommen. Auch die Armut ist ein Problem, das bei uns stetig wächst. Jeder, der in der kommenden Woche am Benefizmarathon teilnimmt, zeigt sich solidarisch. Und wir hoffen natürlich, dass das so viele wie möglich sind.

Die Kilometeranzahl kann auf benefizmarathon.be eingetragen werden.

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