Damit reagiere man auf die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus, hieß es. „Wir stehen vor dem Beginn einer fünften Welle unbekannten Ausmaßes“, wird DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis in der Mitteilung zitiert. So steige die durchschnittliche Anzahl der Neuinfektionen drastisch an, und dies führe auch zu mehr Krankenhauseinweisungen in Belgien. Die Experten rechneten damit, dass Ende Januar der Höhepunkt mit bis zu 1.000 Einweisungen pro Tag erreicht werde. Die neue Entwicklung könne auch schlimme Auswirkungen auf die Intensivstationen haben, denn die Studienergebnisse zu Omikron gäben „entgegen mancher Behauptungen in den Medien“ noch kein abschließendes Bild von der Schwere der Omikron-Variante, hieß es weiter. „Ich möchte deshalb darum bitten, in den nächsten Wochen und Monaten vorsichtig zu sein. Die Menschen sollen sich und andere nicht unnötig in Gefahr bringen“, so Minister Antoniadis. Der SP-Politiker fügt an: „Immer wieder ist in diesen Tagen auch die Rede von einem ‚milden Verlauf‘ dank Omikron. Doch wir müssen aufpassen. Der Begriff „mild“ ist relativ. Das kann einerseits bedeuten, dass man ein Kratzen im Hals oder starke Kopfschmerzen verspürt. Das kann andererseits allerdings auch Kurzatmigkeit, Fieber und Bettlägerigkeit bedeuten, die eine Krankenhauseinweisung nach sich ziehen kann.“
Die Infektionsraten in den Wohn- und Pflegezentren seien zwar nach wie vor niedrig, aber auch hier sei im ganzen Land ein Anstieg der Zahlen zu erkennen, führt Antonios Antoniadis weiter aus: „Deswegen müssen wir extrem vorsichtig sein. Die Regierung möchte die Sicherheit für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal erhöhen und gleichzeitig die Einrichtungen möglichst offenlassen. Aus diesem Grund stellt die DG den Besucherinnen und Besuchern sowie dem Personal – und hier auch den Mitarbeitern der Familienhilfsdienste – kostenlose Selbsttests zur Verfügung. Ob die Tests genutzt werden, soll nicht kontrolliert werden. Wir setzen auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung. Der Impfstatus der Personen spielt dabei keine Rolle.“
Ein negativer Selbsttest sei darüber hinaus „keine Garantie“, denn Menschen könnten trotzdem infiziert und demnach ansteckend sein. Das gilt auch für geimpfte und geboosterte Menschen. „Wer Symptome hat oder sehr viele Menschen in den letzten Tagen getroffen hat, sollte den WPZS oder den Einrichtungen für Menschen mit einer Beeinträchtigung keinen Besuch abstatten“, so der Gesundheitsminister. In diesem Zusammenhang erinnert er an die Möglichkeit, an der Corona-Hotline (0800 23 0 32) den Code für einen PCR-Test zu erhalten, falls ein Selbsttest positiv ausfällt. Für Personal, Bewohner und Besucher sei auch weiterhin die Impfung sowie die Booster-Impfung der beste Schutz. „Sie ist sicher, schützt vor einem schweren Verlauf und rettet so Tausende von Leben. So hat jüngst eine umfassende Studie in Großbritannien herausgefunden, dass die Menschen, die drei Mal geimpft wurden, eine bis zu 88 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, infolge einer Covid-19-Erkrankung mit der Omikron-Variante im Krankenhaus zu landen“, teilt der Gesundheitsminister weiter mit. (red/sc)
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