Auch die Partie im März 2019 fand in Haifa statt. Dazu stand mit Andreas Herzog ein Österreicher an der Seitenlinie bei Israel. Inzwischen trägt Willibald Ruttensteiner die Verantwortung. Auch er ist aus der Alpenrepublik, war sogar jahrelang ÖFB-Sportdirektor. Und dann wäre da noch Enes Zahavi. Der Angreifer der PSV Eindhoven schoss in den vergangenen drei Partien sechs Tore gegen Österreich. Zahavi, Ruttensteiner und Co. mussten zwar kämpfen, durften aber auch auf die Mithilfe der österreichischen Spieler bauen. Vorne ließen diese zahlreiche Hochkaräter aus und hinten leistete sich die Defensive folgenschwere Schnitzer. „Die wurden bitter bestraft“, sagte ÖFB-Teamchef Franco Foda. „Es gibt aber mehrere Faktoren - kurze Vorbereitung, einige Spieler, die nicht dabei sind - aber wir wollen keine Ausreden suchen. Der Unterschied war einfach die Effizienz vor dem Tor.“
Das Aufbäumen nach dem frühen 0:3-Rückstand (33.) reichte nicht und so darf Israel als Zweiter der Gruppe F von einer Teilnahme an der WM träumen, während Österreich die Spitzenplätze aus den Augen zu verlieren droht. Nach dem erneuten Rückschlag nimmt der Druck auf das Team von Foda zu. Gegen den Dritten Schottland muss am Dienstag ein Sieg her. Immerhin sitzt dann mit Steve Clarke kein Österreicher auf der gegnerischen Trainerbank, Enes Zahavi wird nicht dabei sein und gespielt wird im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Übrigens: Vorn in der Österreich-Gruppe liegen weiterhin die Dänen, denen ein mühsamer 1:0 (0:0)-Sieg auf den Färöer Inseln gelang.
Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft wartet hingegen wettbewerbsübergreifend seit mittlerweile fünf Pflichtspielen auf einen Erfolg. Die „Équipe Tricolore“ kam in der WM-Qualifikation am Samstagabend in der Ukraine nur zu einem 1:1. Den bislang letzten Sieg schaffte Frankreich bei der Europameisterschaft, als das Team von Trainer Didier Deschamps gegen Deutschland gewann. Den Führungstreffer für die Hausherren erzielte Mykola Schaparenko (44.). Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel glich Anthony Martial aus. Pech hatte Frankreich in der Schlussviertelstunde. Moussa Diaby traf nur den Pfosten.
Die Niederlande löste ihre Aufgabe gegen Montenegro souverän mit 4:0 (1:0). Ein Doppelpack von Memphis Depay brachte die Elftal auf Kurs. Dank eines 3:0 (0:0)-Auswärtserfolgs gegen Gibraltar behauptete die Türkei Platz eins. Dahinter folgen punktgleich die Niederlande und Norwegen. Die Skandinavier hatten sich bereits zuvor mit 2:0 (1:0) gegen in Lettland durchgesetzt. Borussia Dortmunds Erling Haaland brachte Norwegen in die Spur.
Vize-Weltmeister Kroatien gewann mit 1:0 (0:0) in der Slowakei und bleibt damit am punktgleichen Spitzenreiter Russland dran. In der Gruppe A verdrängte Serbien das spielfreie Portugal mit einem 4:1 (2:0)-Sieg gegen Luxemburg vom ersten Rang. (dpa/sc)

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