Wird CertIBEeau übers Knie gebrochen?

Das Thema der sogenannten CertIBEau-Zertifizierung war als Zusatzpunkt auf die Tagesordnung gelangt. Dabei tritt das neue Regelwerk bereits am kommenden Dienstag in Kraft.

Schöffe Serge Dollendorf erläuterte, dass man dem neuen Kontrollmechanismus für häusliche Wasser- und Abwasserinstallationen durchaus positive Seiten abgewinnen könne. CertIBEau steht für „Certificat des Immeubles Bâtis pour l'Eau“.

Im Großen und Ganzen zielt CertIBEau auf eine strikte Trennung von Leitungs- und Regenwasser in Privathäusern und öffentlichen Gebäuden und damit auf eine bessere Trinkwasserhygiene ab. Angesichts der sehr kurzen Fristen und der fehlenden Vorabinformationen war Ratsherr Romano Schmitz aber der Meinung, „dass hier etwas übers Knie gebrochen wird“. Immerhin müssten sich Bauherren auf zusätzliche Auflagen und Kosten einstellen.

Zwischenzeitlich wurde eine Vertagung erwogen, um zusätzliche Informationen beim Wasserdienst einzuholen. Bei drei Enthaltungen wurde das sogenannte Belgaqua-Regelwerk, das als Grundlage zur Zertifizierung dient, aber letztlich genehmigt, damit Bauherren und der Wasserdienst ab dem 1. Juni eine entsprechende Rechtsgrundlage haben. Die fehlenden Informationen sollen dann in der nächsten Ratssitzung am 29. Juni nachgereicht werden.

Am Donnerstagabend tagte der Gemeinderat übrigens ohne Bürgermeisterin Marion Dhur. Stattdessen leitete die Erste Schöffin Sonja Houscheid die Sitzung. Im Rahmen der Ländlichen Entwicklung verzichtet die Gemeinde Burg-Reuland definitiv auf die Einrichtung einer Empfangs-, Informations- und Begegnungsstätte in der ehemaligen Molkerei in Auel – ein Projekt, „das seit Jahren durch den Gemeinderat geistert“, wie es Schöffe Serge Dollendorf formulierte. Die Gemeinde hatte das kleine Gebäude 2012 für einen symbolischen Euro erworben. Weil die geschätzten Projektkosten enorm auf 230.000 Euro gestiegen sind und das Interesse in der Ortschaft erloschen sei, sehe man nun definitiv von einer Umsetzung ab. Ein formeller Ratsbeschluss war nötig, nachdem sich die für die Ländliche Entwicklung zuständige Regionalminister Céline Tellier (Ecolo) über den Stand der Planung erkundigt hatte.

Funktionszuschüsse an Vereine ohne großen adiministrativen Aufwand

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Funktionszuschüsse 2021 an die Kultur-, Folkore- und Sportvereinigungen. Wie Schöffin Erik Theis erklärte, sollen diese ohne großen administrativen Aufwand für die Vereine auf der Grundlage der Berechnung des vergangenen Jahres bzw. der Mitgliederzahlen ausgezahlt werden, da die Vereine coronabedingt seit einem Jahr sehr stark in ihren Aktivitäten eingeschränkt sind.

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