Wie der zuständige Schöffe Roland Gilson (NBA) erläuterte, entspreche die aktuelle Anlage auf dem Parkplatz an der Rodter Straße nicht mehr den Bedürfnissen der Jugendlichen. Da diese nicht in einem Verein organisiert sind, sei der entsprechende Bedarf auch mit den Verantwortlichen der Offenen Jugendarbeit (OJA) bzw. des Jugendtreffs ausgelotet worden. Gilson hob zudem hervor, dass es in St.Vith mittlerweile eine Skateschule gebe und dass es sich um eine für Jedermann offene Anlage handeln solle.
Nach der Prüfung von sechs potenziellen Standorten habe man sich letztlich für die ehemalige Liegewiese am SFZ entschieden. Diese und der dortige Beachvolleyballplatz würden als solche nämlich nicht bzw. kaum mehr genutzt.
Ratsmitglied Erik Solheid erklärte, dass seine Fraktion FLS zwar prinzipiell für dieses Projekt sei, sich aber dennoch der Stimme enthalten werde. Unklar sei zum Beispiel aus seiner Sicht, warum der multifunktionale Sportplatz am SFZ, der bereits in der vorherigen Legislatur geplant wurde, bislang nicht fertiggestellt worden sei. Ebenso hätte in seinen Augen auch der Beachvolleyballplatz weiter seine Daseinsberechtigung, „oder soll dieser verlegt werden?“
Für ein Projekt, das immerhin 110.000 Euro kosten solle, bedürfe es in seinen Augen eines schlüssigen Konzepts, insbesondere, was den Bau, den Betrieb und den Unterhalt der Anlage betreffe.
Seine Fraktionskollegin Jennifer Otten verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren durchaus noch Aktivitäten auf dem Beachvolleyballplatz stattgefunden hätten, nicht zuletzt seitens des Personals der Klinik St. Josef. Sie sprach sich daher dafür aus, „dass die Skateranlage so eingerichtet werden soll, damit das Beachvolleyballfeld erhalten bleiben kann“.
Was wird aus dem Beachvolleyballplatz?
Für die Liste Freches befürwortete Leo Kreins den Standortwechsel, „denn der Parkplatz an der Rodter Straße sollte in erster Linie Wohnmobilen vorbehalten sein“. Der Beachvolleyballplatz könnte stattdessen alternativ auf dem Parkplatz hinter dem SFZ untergebracht werden.
Nach Einschätzung des zuständigen Schöffen dürfte eine Kombination beider Angebote auch an diesem einen Standort machbar sein. „Das Gelände der ehemaligen Liegewiese ist 1.200 Quadratmeter groß, ein Referenzprojekt eines Skateparks, das den Jugendlichen sehr zusagt, würde jedoch nur 380 Quadratmeter in Anspruch nehmen.“ Dieses Referenzprojekt habe auch als Grundlage für den Finanzplan gedient, jedoch gehe er davon aus, dass der Finanzrahmen nach der konkreten Planung eher etwas niedriger ausfallen werde. Roland Gilson bekräftigte zudem, dass Antragsteller nicht unbedingt als Verein organisiert sein müssten, um Aussicht auf eine Unterstützung zu haben. „Gerade dieses Projekt wird auch von meiner Kollegin Anne-Marie Hermann als Jugendschöffin begleitet, da es sowohl einen sportlichen als auch einen sozialen Charakter hat.“ Was den Unterhalt der Anlage betrifft, geht Roland Gilson davon aus, dass der Skatepark künftig wie ein Spielplatz eingestuft wird und folglich vom Gemeindepersonal entsprechend gepflegt werde. Ratsmitglied Gregor Freches fügte abschließend noch hinzu, dass auch die Kinder und Jugendlichen in den Dörfern gefördert werden müssten. Seine Fraktion stimmt dem Projekt Skatepark aber wie die Mehrheitsfraktion NBA zu, die drei anwesenden Vertreter der FLS (Margret Schmitz fehlte entschuldigt) enthielten sich der Stimme.

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