Paasch fordert Stufenplan für betroffene Sektoren

<p>Oliver Paasch</p>
Oliver Paasch | Foto: Photo News

Am Freitag werden die Vertreter von Föderalregierung und Teilstaaten bei der nächsten Sitzung des sogenannten Konzertierungsausschusses darüber beraten, wie es in der Coronakrise weitergehen soll. Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG), der die Deutschsprachige Gemeinschaft in diesem Gremium vertritt, möchte den immer noch geschlossenen Sektoren, wie dem Horeca-Sektor oder den Fitnessstudios, einen Stufenplan an die Hand geben, der klar und deutlich aufzeigen soll, wann und unter welchen Bedingungen wieder „gelockert“ werden kann. „Es muss eine Perspektive geben. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass das Verständnis der Menschen für die Corona-Schutzmaßnahmen sinken wird. Wenn allerdings die Bereitschaft der Menschen nicht mehr gegeben ist, sich daran zu halten, macht das Ganze keinen Sinn mehr“, sagte Oliver Paasch am Mittwoch dem GrenzEcho auf Nachfrage. Am Dienstag hatte es bereits ein vorbereitendes Treffen zwischen Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und den Ministerpräsidenten der Teilstaaten gegeben. „Der Premier hat die Methode geändert: Vorher war es so, dass es zunächst eine Einigung auf Ebene des Kernkabinetts (die wichtigsten Minister der Föderalregierung, A.d.R.) gab, bevor dann die verschiedenen Ministerpräsidenten im Konzertierungsausschuss mit an den Tisch geholt wurden. Unter diesen Umständen war es natürlich schwierig, das bereits auf föderaler Regierungsebene beschlossene Gesamtpaket wieder aufzuschnüren. Jetzt werden wir im Vorfeld eingebunden“, erläuterte Oliver Paasch. Der Eupener Regierungschef möchte, dass bereits ab März Perspektiven geschaffen, um den Menschen an der frischen Luft – wo das Infektionsrisiko deutlich geringer ist – Möglichkeiten zu bieten. „Das gilt zum Beispiel für Treffen draußen, die bisher ja auf vier Personen beschränkt sind, aber auch für Sport, Kultur und die Jugend.“ Auch für den Horeca-Sektor müsse es schnellstmöglich Perspektiven geben, „Vielleicht muss man zunächst zwischen draußen und drinnen unterscheiden und das Servieren von Speisen und Getränken draußen, zum Beispiel auf der Terrasse, wieder möglich machen, bevor man in einer zweiten Phase Restaurants und Cafés wieder komplett öffnet.“

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