Wie die Organisatoren am Donnerstagabend mitteilten, schlugen rund 30 Demonstranten ihre Zelte in dem Gebäude an der Sint-Pietersnieuwstraat auf. Dort sollte eigentlich am Freitag eine Sitzung des Verwaltungsrats der Universität stattfinden.
Die Besetzer werfen der Universitätsleitung vor, einen offenen Dialog zu verweigern. Zwar hatte es seit Beginn der Proteste ein informelles Gespräch mit Rektorin Petra De Sutter gegeben, dieses sei jedoch ohne Ergebnis geblieben. Die Aktivisten fordern seither öffentliche Gespräche unter Einbeziehung der Medien – ein Vorgehen, das die Universitätsleitung bislang ablehnt.

Im Zentrum der Proteste steht die Forderung, sämtliche Verbindungen der Universität zu israelischen Unternehmen, Universitäten und Institutionen abzubrechen. Die Uni Gent lehnt einen vollständigen Boykott jedoch ab.
Am Donnerstag erklärte die Universität zudem, dass die Situation auf dem Campus Coupure nicht länger tragbar sei. Hintergrund sind laut der Uni mehrere Vorfälle, darunter mutmaßlicher Vandalismus, Einbruch und Diebstahl im besetzten Gebäude. Die Universitätsleitung forderte die Aktivisten deshalb auf, den Campus zu verlassen. Sollte dies nicht geschehen, würden rechtliche Schritte eingeleitet. (belga/calü)

Kommentare
Ist das Besetzen eines Privatgeländes nicht strafbar.???
Oder steht das, auch wieder, unter den Nenner der Meinungsfreiheit oder das Recht zu Manifestieren.???
Kommentar verfassen
1 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren