Anfang 2021 bekam das Raerener Töpfereimuseum als erstes und bislang einziges Museum der DG die Chance, sich an diesem Projekt zu beteiligen: Das komplette Museum in der Burg Raeren wurde digitalisiert und ist nun in Form eines digitalen Puppenhauses bereit zum Besuch von Zuhause aus. Dabei hat man sich nicht nur auf die allgemein üblichen Raumansichten beschränkt. Vielmehr ist der so entstandene virtuelle Rundgang für jede Altersstufe gedacht, soll aber das Museum auch den Menschen zugänglich machen, denen es bisher verschlossen blieb – allen voran Personen mit eingeschränkter Mobilität, für die das denkmalgeschützte Gebäude nur schwer zu besichtigen ist. Gleichzeitig werden aber auch Orte gezeigt, die für den normalen Besucher nicht zugänglich sind, so u.a. das Museumsmagazin auf dem Dachboden mit seinem beeindruckenden Dachstuhl aus dem 16. Jahrhundert.
Interviews mit Mitarbeitern des Museums und des Ministeriums der DG liefern einen zusätzlichen Blick hinter die Kulissen, indem sie bestimmte museale bzw. archäologische Berufe und Aufgaben vorstellen. Kurze Texte, Videos und Bilder ermöglichen an mehr als 100 Stellen tiefere multimediale Einblicke in die Inhalte und Sammlungen des Museums. Dabei kann der virtuelle Besuch natürlich jederzeit unterbrochen und an gleicher oder anderer Stelle wieder aufgenommen werden. Das Projekt ist momentan nur auf Französisch verfügbar; eine deutschsprachige Fassung wird aber in Kürze folgen. (red/sue)

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