Wer hofft, dass im Anschluss an das Treffen aller Regierungen des Landes Lockerungen verkündet werden, wird aller Voraussicht nach wohl enttäuscht. Dafür seien die Corona-Zahlen einfach zu hoch.
Im Zentrum des Meetings steht unter anderem der Tourismus. Wie diverse Medien melden, werden sicherlich schärfere Reisebeschränkungen diskutiert. Auch weil in den letzten Wochen einige Bürger vermehrt „on Tour“ waren. „Wir haben die Menschen nachdrücklich, aber doch freundlich darum gebeten, über die Weihnachtstage nicht in Urlaub zu fahren. Und doch sind rund 160.000 Bürger ins Ausland gereist. Nur besteht da eben die Gefahr, dass der eine oder andere bei der Rückkehr das Virus mit im Gepäck hat. Und das müssen wir zumindest zeitweilig unterbinden“, erklärt Premier Alexander De Croo (Open VLD).
Konkret könnte heute entschieden werden, dass nicht-essentielle Reisen untersagt werden. Grenzschließungen sollen aber nicht aufs Tapet kommen. „Wir plädieren nicht dafür, die Grenzen zu schließen. Handel muss weiter stattfinden können. Ebenso wie der ‚kleinen Grenzverkehr‘: Grenzgänger müssen immer noch die Möglichkeit haben, im jeweils anderen Land zu arbeiten“, so De Croo.
Um die Reiselust deutlich einzuschränken, könnten die Behörden strikte Maßnahmen ergreifen. So werde unter anderem diskutiert, eine längere Quarantänepflicht oder eine Verkürzung der maximalen Aufenthaltsdauer im Ausland zu erlassen.
Neben dem Tourismussektor wird sich der Konzertierungsausschuss womöglich auch mit der Situation der Kontaktberufe wie Friseure und Kosmetikerinnen beschäftigen. Glaubt man dem wallonischen Premierminister Elio Di Rupo (PS), dann können die Unternehmen Mitte Februar wieder ihre Pforten öffnen – natürlich nur unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygieneregeln. In einem Gespräch mit der RTBF gab Di Rupo zu verstehen, dass er sich dafür stark mache, den Beschäftigten „eine klare Perspektive“ zu geben. Als Stichtag der Wiedereröffnung führte Di Rupo den 15. Februar ins Feld. Zur Erinnerung: Die Friseur-, Kosmetik- und Tattoosalons sind hierzulande seit November dicht. (calü)

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