Beautybranche protestiert in Eupen und St.Vith: „Lasst uns arbeiten“

<p>Protestdemo für die Wiedereröffnung der Friseurläden am Samstagmittag in Eupen.</p>
Protestdemo für die Wiedereröffnung der Friseurläden am Samstagmittag in Eupen. | Foto: David Hagemann

Rund 40 Personen waren am Samstagmittag in Eupen bei der Protestdemo der Beautybranche auf dem Rathausplatz dabei, bei der die sofortige Wiedereröffnung der Läden gefordert wurde. Konkret fordern die Friseure sowie die Betreiber von Kosmetik- und Nagelstudios die Erlaubnis, sofort wieder ihre Arbeit aufnehmen zu können. Realistisch gesehen wäre dies frühestens ab dem 13. Dezember möglich, hieß es. Vorher müsste nämlich der sogenannte Konzertierungsausschuss, in dem Vertreter aller Regierungen des Landes vertreten sind, dafür grünes Licht geben – bestenfalls bei einer Sitzung am kommenden Freitag.

Dieser Konzertierungsausschuss hatte Ende November zwar entschieden, dass die sogenannten „nicht-essentiellen“ Geschäfte wieder ab dem 1. Dezember unter strengen Hygienebedingungen öffnen dürfen.

<p>Die Beautybranche lässt nicht locker.</p>
Die Beautybranche lässt nicht locker. | Foto: David Hagemann

Kontaktberufe (wie Friseure und Kosmetikerinnen) müssen sich demnach aber noch bis mindestens Mitte Januar 2021 gedulden, bis sie wieder öffnen dürfen. Für die Betroffenen ist das jedoch viel zu spät. Unter ihnen herrscht Angst um Existenzen und Arbeitsplätze. „Lasst uns arbeiten“, stand auf einem Transparent, das bei der Protestdemo in Eupen hochgehalten wurde. Man habe sehr viel unternommen, um den Corona-Schutzmaßnahmen zu entsprechen, jedoch werde dies ganz offensichtlich nicht von der öffentlichen Hand entsprechend honoriert, hieß es am Samstagmittag in Eupen. Viele Kunden zeigten sich dagegen solidarisch.

<p>Die Eupener Bürgermeisterin Claudia Niessen (l.) brachte Verständnis auf.</p>
Die Eupener Bürgermeisterin Claudia Niessen (l.) brachte Verständnis auf. | Foto: David Hagemann

Bei der Protestdemo schaute auch die Eupener Bürgermeisterin Claudia Niessen (Ecolo) sowie DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) vorbei. Beide brachten Verständnis für die Lage der Beautybranche auf.

<p>Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (Zweiter von links) bekundete seine Solidarität.</p>
Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (Zweiter von links) bekundete seine Solidarität. | Foto: privat

In der vergangenen Woche hatte eine Delegation DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) einen offenen Brief überreicht, der sich an Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) richtet. Der föderale Regierungschef könne einen Konzertierungsausschuss einberufen und habe somit die Entscheidung in der Hand.

<p>Blick auf die Demo in St.Vith</p>
Blick auf die Demo in St.Vith | Foto: privat

Oliver Paasch vertritt die DG im Konzertierungsausschuss und hatte sich zuvor vergebens um eine frühere Wiedereröffnung für die Beautybranche eingesetzt.

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