Minutenlang relativierte Esfahlani-Ehlert Entwicklungen, negierte Fakten und propagierte nachweislich falsche Informationen.
Eine Schöffin auf Abwegen
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Minutenlang relativierte Esfahlani-Ehlert Entwicklungen, negierte Fakten und propagierte nachweislich falsche Informationen.
Kommentare
Ich finde den Umgang mit Frau Esfahlani-Ehlert sehr bedenklich. Da wird eine Schöffin, die den Mut hat, ihre eigene Meinung frei, auch und gerade als Schöffin zu äußern. Und schon wird ihr Amtsmissbrauch vorgeworfen. Wollen wir denn Politiker, die im privaten Raum eine andere Meinung vertreten als im öffentlichen?
Dann wird ihr vorgeworfen, „Fakten zu negieren und nachweislich falsche Informationen zu propagieren“. Allerdings erhalte ich von ihren Kritikern keine genaue Auflistung dieser angeblich negierten Fakten und nachweislich falschen Informationen, nein man begnügt sich mit Empörung.
Ich habe ihre Aussagen im GE gelesen und wurde insbesondere hellhörig, als die Schöffin von „gut behandelbarer Erkrankung sprach“. Das ist mir neu, und an dieser Stelle, anstatt sich in Empörung zu ergehen, hätte ich nach Unterlagen für diese doch erfreuliche Neuigkeit, wenn sie denn stimmen würde, gebeten. So geht Dialog!
Ich erinnere daran, dass sogar MP Oliver Paasch seine Zweifel an der Wirksamkeit eines Lockdowns hegte, und dass Sciensano bestätigte, dass nur 8% der Corona-Toten keine Komorbiditäten aufwiesen.
So schlimm die derzeitige Lage in den Krankenhäusern auch ist, sie darf nicht dazu führen, dass die mit offen ausgetragener Kontroverse einhergehende Wahrheitssuche mittels noch so ehrlicher (oder auch „politisch korrekter“?) Empörung ausgebremst wird.
"Vor allem – und das ist der springende Punkt – tat sie dies nicht als Privatperson, sondern als Schöffin der Gemeinde Raeren. Ein Amt, das ihr die Verantwortung für die Bereiche Gesundheit, Familien, Senioren und Soziales zuweist"
Das stimmt.
Man stelle sich folgendes Szenario vor: Auf einer Pressekonferenz wie der am Freitag ergreift Gesundheitsminister Vandenbroucke das Wort.
Statt die von den Regierungen beschlossenen Maßnahmen zu erläutern, setzt er zu demselben Monolog an, wie die Raerener Schöffin (also ein „Regierungsmitglied“ auf Gemeindeebene) ihn gehalten hat.
Undenkbar, es sei denn, er wollte gezielt eine Regierungskrise herbeiführen.
Das hat mit dem „Recht auf freie Meinungsäußerung“ nichts zu tun. Wer Mitglied eines Exekutivgremiums ist, hat die beschlossenen Maßnahmen dann auch mitzuvertreten und umzusetzen.
Kann er/sie das nicht, aus welchen Gründen auch immer, sollte er/sie die Konsequenzen ziehen, den Rücktritt erklären, ja sogar Fraktion und Partei verlassen und sich der Opposition anschließen. Dort wäre dann sein/ ihr Platz.
Inzwischen gibt es Neues: https://dg.ecolo.be/2020/10/31/ecolo-ostbelgien-bestaetigt-ruecktrittsfo...
Wenn man diesem Communiqué glauben darf, dann ist die Dame eine Wiederholungstäterin und ihr Monolog kein einmaliger Ausrutscher.
Sehr geehrter Herr Klever,
Ihr oben abgedruckter Kommentar ist leider wenig informativ, da sehr allgemein gehalten: deshalb meine Frage : was wurde denn nun eigentlich gesagt ? Oder ist dies anderswo ausgeführt? ( Ich lese nun nicht täglich das Grenzecho von vorn bis hinten, deswegen wäre ich für einen Hinweis auf anderweitige Veröffentlichung dankbar -- oder eben auch INHALTLICHE Kurzwiedergabe des Gesagten, das offensichtlich Empörung,. auch bei Ihnen, hervorrief).
Vielen Dank für Info !
Sehr geehrter Herr Schleck,
Frau Esfahlani-Elert hat sich in der Tat schon früher einschlägig geäußert.
https://www.grenzecho.net/42397/artikel/2020-09-21/eupens-protestanten-h...
Herzl. Grüße
Klaus Schlupp
Vielen Dank, Herr Schlupp, für diesen Hinweis.
Leider ist der zitierte Beitrag nur für Abonnenten in voller Länge einzusehen.
Deshalb erlaube ich mir, diesen Auszug zu bringen:
"Äußerst fragwürdig war allerdings der Auftritt von Heike Esfahlani-Ehlert. Die Heilpraktikerin nutzte ihre Redezeit, um Reklame für Therapien wie Bachblüten und Homoöpathie zu machen und theologisch unsauber zu argumentieren, Gott hätte den menschlichen Körper so gebaut, dass er alleine mit Krankheiten wie Corona fertig werde. Ferner griff sie Methoden wie Abstandsregeln, das Tragen der Maske und das Impfen an."
Ohne weiteren Kommentar.
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