Ja, die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt. Sie steigen so stark, dass wir schon fast 50 % über den Höchstständen aus der 15. Kalenderwoche liegen.
Angst fressen Handlungsfähigkeit auf
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„Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.“ (Wikipedia)
Insofern kann gesunde Angst auch ein guter Ratgeber sein, sein Verhalten anzupassen. Ignoranz vor Gefahren hingegen kann ggf. tödlich enden.
Nicht nur bei Begegnungen in ferner Vorzeit mit dem Säbelzahntiger...
Dass zur Unterstützung einer liberal/freiheitlich/ökonomischen Sichtweise auf die Pandemie, mit Dr. Streeck ein gleichermaßen angesehener wie umstrittener Experten ins Boot geholt wird, der die Pandemie scheinbar nur noch aus dem deutschen Blickwinkel betrachtet und ausblendet, wie unterschiedlich und ungleich besorgniserregender die Situation in anderen Ländern ist, verwundert nicht.
Die aktuelle Dynamik der Pandemie ist in Belgien um rund 5-7x ausgeprägter, als in Deutschland.
Vor einigen Monaten war es eine nicht existente Studie der Uni Heidelberg, die im GE herhalten musste, um die These zu untermauern, dass Kinder weniger erkranken und weniger ansteckend sind.
Bis heute eine kontrovers geführte Diskussion unter Wissenschaftlern, die nicht durch „einhellige“ Studien belegt wird.
Zu einem Zeitpunkt, als die Zahl der Neuinfektionen und auch Krankenhausaufnahmen längst wieder in die falsche Richtung liefen und allerorts Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen angepasst wurden, behauptete das GE „allenthalben Politiker zu sehen, die nach einem sauberen Ausweg aus den Corona-Maßnahmen suchen, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.“ Gewürzt mit einer Prise Nawalny-Verschwörung.
Halluzination oder Wunschdenken?
Statt das zynische, unverantwortliche autokratische Schauspiel des US-Präsidenten zu hinterfragen, der für 38% der Covid-Falschmeldungen in den englischsprachigen Medien verantwortlich ist und durch dessen verharmleugnende Politik viel zu viele Menschen sterben mussten, der lapidare Hinweis, Trump sei nicht „mein Präsident“.
Dass der Präsident ursächlich für die Infektion von mittlerweile 2 Dutzend Mitarbeitern und Beratern des WH verantwortlich ist, wen kümmert‘s?
Dabei könnte Trumps Verhalten doch als abschreckendes Beispiel dafür gelten, welche Konsequenzen das Drehen, Biegen oder Leugnen von Fakten und die Verharmlosung von Gefahren in einer solchen Krisensituation hat. Fehlanzeige!
Wenn er mit seiner unbeschreiblichen Arroganz und über die 210.000 Toten und ihren Familien hinwegsehend das Virus weiterhin verharmlost und den Menschen zuruft, sie müssten keine Angst haben, ist dies schlichtweg menschenverachtend.
Ja, mit einer Armada an Ärzten, Betreuern, einem Helikopter und dem Zugriff auf experimentelle Medikamenten, die sonst niemandem in den USA zur Verfügung stehen, lässt es sich einfach über Angst reden.
Es ist richtig, daran zu erinnern, sich von übertriebener Angst nicht lähmen zu lassen, aber wo genau ist diese Angst zu sehen und wen hindert sie daran zu handeln? Ist es nicht genau umgekehrt, dass gesunde Angst zu notwendigen Initiativen führt und die Verharmlosung oder Leugnung der Pandemie dazu, alle notwendigen Handlungen/Verhaltensweisen zu deren Eindämmung zu ignorieren?
Die Leitartikel des GE zur Corona-Krise senden - von journalistischen Fehlern und fragwürdigen Fehleinschätzung abgesehen - m.E. seit Monaten falsche Signale. Wieso wirken die Hinweise, sich an die Regeln zu halten so halbherzig?
Nicht „mein“ Präsident?
Wohl auch nicht „meine“ Pandemie.
(PS. Wie wäre es, einmal ein Interview mit Ärzten und Pflegern aus Krankenhäusern zu führen, die mit der 2. Corona-Welle konfrontiert sind und wo die Intensivbetten sich zusehends füllen?)
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