Jan Reiss hat erkannt: „Hier fehlt einfach etwas, hier muss etwas geschehen.“ Der Gastronom und sein Koch Anik Rodrigo freuen sich auf Gäste, der Blick in die Speisenkarte macht mit einer großen, internationalen Küche mit regionalen Produkten „Appetit auf mehr.“
30 Jahre lang war das „Chez Alito“ in der Lichtenbuscher Straße „die“ Adresse im weiten Umkreis. Die Gaststätte stand für Musik, Gesang, gute Laune und herzhafte Schmankerl, die Karin Kreft querbeet koche. Ob Strammer Max, Frikadellen oder Leckeres vom Kamin, den Gästen mundete das abwechslungsreiche Angebot.
Ihr Mann Alois (Spitzname „Alito“) unterhielt derweil die Gäste mit flotten Liedern und seiner Gitarre. Hits von Frank Sinatra, Dean Martin, Pat Boone wurden kräftig mitgesungen – und auch getanzt. Silvester 2015 war für beide Schluss. Ihr Lokal übernahm José M. Santana, fürderhin dominierte eine spanische Küche. Die hatte nicht allzu lange ihren Bestand. Die Lichter erloschen. Jan Reiss erzählt dem GE, was ihn bewogen hat, dieses „Chez Alito“ zu übernehmen und es wieder mit Leben zu erfüllen. „Ich bin von vielen Seiten gefragt worden, ob ich diese gute Adresse nicht übernehmen wolle“, ist zu hören. Das Lokal war ihm nicht unbekannt, immerhin stand das „Chez Alito“ für Tradition im gesamten Grenzgebiet. „Das soll nun wieder der Fall sein, so etwas muss erhalten bleiben.“
Reiss (hat Betriebswirtschaftslehre studiert) kennt die Gastronomie-Branche, er hat im „Steigenberger“ in Aachen gelernt, später dann für größere Konzerne beratend im In- und Ausland gearbeitet. Was möchte er anders als seine Vorgänger machen? „Ich habe mir kein spezielles Konzept ausgedacht. Bei uns kommen internationale Gerichte, ausschließlich mit regionalen Produkten, frisch und mit viel Liebe zubereitet auf den Tisch“, sagt er. Das Angebot reicht von kleinen bis zu großen Spezialitäten.
Dann macht Jan Reiss ein wenig Appetit mit einem Blick in seine umfangreiche Speisenkarte: saftige Steaks, Steinpilz-Ravioli mit Pfifferlingen und mit Lachs sowie Fisch allgemein. Als da wären das „Öcher Deal Menü.“ Vorspeise: Gebeizter Lachs in einem Sesamlimetten-Mantel und Reibekuchen. Hauptgericht: Schweinefilet in pikanter Pfeffer-Rahm-Soße mit Rosmarinkartoffeln und Beilagensalat. Dessert: Crème Brûlée. Wahlweise als zweites Hauptgericht: Wolfsbarsch in sizilianischer Soße mit Oliven/Tomaten/Kapern und Spaghetti aioli und saisonales Gemüse. Nicht genug: Wie wäre es mit Eifeler Gulasch, Norweger Lachsfilet, Rumpsteak „Café de Paris?“ Und alles mit den passenden gepflegten Getränken dazu. Reiss lacht: „Bei uns findet jeder Gast das Passende für seinen eigenen Geschmack und für jeden Geldbeutel.“ Wichtig ist dem neuen Betreiber, auch weiterhin auf Tradition zu setzen, sie zu bewahren und den Gästen aus nah und fern Zufriedenheit zu bieten. „Wir empfehlen uns für Feierlichkeiten aller Art. Rund 30 Personen finden in den geschmackvoll gestalteten Räumen Platz.“ Natürlich bringt Corona, was die Platzzahlen betrifft, derzeit Einschränkungen. Der ganze Stolz des „Chez-Alito“-Betreibers ist sein Koch Anik Rodrigo. Er sei auch ein Ansporn gewesen, die Gaststätte zu übernehmen. „Dieser Mann versteht sein Handwerk“, lobt Boss Reiss. In der Tat, Rodrigo hat kürzlich erst in Stuttgart bei der sogenannten Koch-Olympiade die Bronzemedaille gewonnen. Im Wettbewerb, an dem 1.800 Kollegen aus der ganzen Welt am Start waren, ging Anik Rodrigo mit seiner Präsentation in der Wettbewerbs-Kategorie „Culinary Art“ glänzend durchs Ziel. In diesem Wettbewerb stehen auch neue kulinarische Trends, erzählt der sympathische junge Mann dem GE. Bei der Olympiade habe er seine Erfahrungen von der Weltmeisterschaft 2018 in Luxemburg mit einbringen können. „Auch hier gab es für mich eine Medaille“, lacht er stolz.
Letzte Station des Kochs war die „Senfmühle“ in Monschau.
Zuletzt hat er im Restaurant „Senfmühle“ in Monschau gearbeitet. Und nun: Sein Heimatland Sri Lanka, seine jetzige Heimat Deutschland und seine langjährige Lebensphase in Italien sollen sich jetzt auf den Tellern im „Chez Alito“ wiederfinden, macht der 39-Jährige deutlich. Seine Kochkünste gibt er in verschiedenen Kursen bei der VHS Südkreis in Monschau weiter.
Er freut sich jetzt erst einmal, im „Chez Alito“ die Gäste kulinarisch zu verwöhnen. Mit einer guten, regionalen und internationalen Küche. „Wir haben hier einiges zu bieten“, verrät Anik Rodrigo. Er wünscht viel Spaß, gutes Gelingen und Bon Appetit. Diesen Wünschen schließt sich Jan Reiss gerne an: „Bei uns ist angerichtet! Herzlich willkommen!“

Kommentare
Kommentar verfassen