Das Virus formiert sich: Also auf, greift zu den Masken!

<p>Das Virus formiert sich: Also auf, greift zu den Masken!</p>
Illustrationsbild: belga

Zugegeben, sich nur an bestimmten Orten Mund und Nase zu bedecken, wird die Schlacht gegen das Coronavirus nicht entscheiden. Masken können aber ein zusätzlicher Baustein sein, um unsere Festung zu stärken, die den unsichtbaren Feind auf Abstand hält.

Dass unsere Burgmauern bis dato nicht undurchdringlich sind, zeigen die aktuellen Fallzahlen, die sich in den letzten Tagen deutlich in die Höhe katapultiert haben. Es wird einmal mehr deutlich: Die Infektionsgefahr ist nicht auf dem Rückzug. Im Gegenteil. Sie ist auf dem Vormarsch.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Schleck,

    In dem von Ihnen erwähnten SPIEGEL-Artikel ist auch folgendes zu lesen: „Noch aber ist nicht endgültig ausgemacht, ob Schwedens Weg ein Irrweg war.“

    Darüber hinaus schreibt der SPIEGEL, dass „die zusätzlichen Toten ziemlich genau der offiziellen Zahl der Covid-19-Toten entspreche“. Das ist korrekt, wenn man nur die Zahlen bis Ende Mai betrachtet. Seit Anfang Juni wird aber nun in Schweden keine Übersterblichkeit mehr registriert, obwohl Schweden weiterhin viele offizielle Corona-Tote zählt. Dieser Umstand wirft doch einige Fragen auf? Möglich wäre doch, dass die Übersterblichkeit eben nicht alleine Corona angelastet werden kann, und dass dieser neue Virus nur im Verbund mit einer anderen Ursache (vielleicht Influenza?) derart verheerend war und ist. Und jetzt, wo diese andere Ursache verschwunden zu sein scheint, ist Corona möglicherweise weit weniger gefährlich. Ich hatte übrigens Prof. Niel Hens von dieser Möglichkeit gesprochen, aber keine Antwort erhalten.

    Sollten sich in den USA und bei uns die steigenden Infektionszahlen nicht in eine nennenswerte Übersterblichkeit niederschlagen, wäre es doch wohl eine gute Idee, wenn die Wissenschaftler sich auf der Suche nach der erwähnten „anderen Ursache“ machen würden, oder?

  • Lieber Lorenz!
    Danke für diesen Beitrag.
    Eine kleine Richtigstellung, bevor Herr Schmitz oder Gleichgesinnte darüber herfallen:

    Die Zahl der Toten beläuft sich auf 55 (nach allerneuesten Zahlen 56) pro 100000 Einwohner und zum Glück nicht auf 1000.
    Dazu ein Artikel des SPIEGEL, allerdings schon vom 25. Juni:
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-krise-warum-schweden-so-vi...

    Zum Vergleich: Norwegen: 5, Finnland: 6, Island: 3, Dänemark: 10, um bei den umliegenden skandinavischen Ländern mit ähnlicher Lebensart zu bleiben, die aber deutlich strengere Maßnahmen getroffen haben als Schweden.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/#countries

  • Hallo Lorenz,

    Deine Corona-Todeszahlen in den USA hatte ich schon mal an dieser Stelle hinterfragt, ohne von Dir eine Antwort zu erhalten. Dazu nun einige (andere) FAKTEN. Laut Ourworldindata zählten die USA z.B. in der Woche vom 31.5 bis 6.6. insgesamt 6307 Coronatote (sprich an oder mit Corona gestorben). Im gleichen Zeitraum verzeichnen aber die USA eine Übersterblichkeit von lediglich 266 Toten (Quelle https://www.economist.com/graphic-detail/2020/07/15/tracking-covid-19-ex...). Seit Mitte Juni gehen die Infektionszahlen in den USA durch die Decke. Warten wir’s ab, ob sich diese Entwicklung in der Übersterblichkeit niederschlägt.

    Du fragst mich, was ich gegen die Pandemie unternommen hätte. Ich hatte bereits schon mal an dieser Stelle meinen diesbezüglichen Vorschlag unterbreitet. Also, ich würde sogar noch weiter als Schweden gehen, nämlich keinerlei Einschränkung der Grundrechte. Stattdessen umfassend informieren, und dabei u.a. kontroverse Ansichten der Virologen und auch die Gefahr einer evtl. Krankenhausüberlastung kommunizieren. Auf diese Weise kann jeder eigenverantwortlich entscheiden, ob er sich der Infektionsgefahr und auch der eventuell damit verbundenen Gefahr von fehlenden Beatmungsgeräten aussetzt. Einen Sonderfall bilden die Altenheime, weil der jeweilige Bewohner sich nicht gänzlich, wenn er sich vor Kontakten schützen möchte, von den gemeinsam genutzten Räumlichkeiten fernhalten kann. Hier wäre eine allgemeine Kontaktsperre zur Außenwelt möglicherweise sinnvoll. Demjenigen Bewohner, dem diese dann zu weit ginge, sollte ein Hotelzimmer auf Kosten des Staates angeboten werden, wo der dann seinen Alltag eigenverantwortlich gestalten könnte.

    Übrigens, hättest Du bei Deinem Verweis auf das „schwedische Modell“ der Vollständigkeit halber erwähnen können, dass Schweden hinter England, Spanien, Italien und Belgien liegt, allesamt Länder die auf einen harten bis sehr harten Lockdown gesetzt haben. Übrigens überschätzen die Experten die Wirksamkeit des Lockdowns offensichtlich maßlos, siehe die Studie von Prof. Niel Hens et al. (https://www.uhasselt.be/Images/DSI/report_meta.pdf). Diese prognostizierte Mitte Mai in Folge der im Juni und Juli anstehenden Lockerungen mindesten 300 Krankenhausaufnahmen von Covid19-Patienten pro Tag. Nun sind diese Lockerungen vollzogen, und tatsächlich werden derzeit lediglich 11 Covid-19-Patienten pro Tag aufgenommen.

  • Eine wahrscheinliche nutzlose aber in allen Punkten voll ins Schwarze treffende Replik, werter Lorenz Paasch!

    Es geht so manchem Verteidiger elementarer Freiheitsrechte weniger um eine Bewertung der Krise als um die Befriedigung des eigenen Egos.
    Erstaunlich tatsächlich, dass die Verteidiger so manch kruder Theorie fast allesamt aus der Eifel stammen. Zumindest diejenigen, die öffentlich agitieren.

    Weniger erstaunlich ist, dass die gleichen "Querulanten" auch in Sachen Klimawandel an forderster Stelle ihre mindestens so kruden Theorien von sich geben.
    Allein diese Erkenntnis erklärt jedoch eigentlich alles.

    Herr Lübke ist diesen Herren trotz seiner Jugend und in seiner verantwortungsbewussten Haltung den eifeler "Freiheitskämpfern" in allen Belangen weit voraus.

    Dies ist dann perspektivisch gesehen eine beruhigende Erkenntnis.

    Das Motto der wehrhaften "Aufklärer" lautet bekanntlich:
    "Für Freiheit und Eigenverantwortung".

    Wie wäre es stattdessen mit:
    "Für Verantwortungsbewusstsein und Solidarität" ?

  • Werter Gerhard, seitdem ich dich kenne weiß ich, dass du ein Geist bist, der stets verneint! Und das teils aus der Überzeugung eines freiheitsliebenden Menschen heraus, aber zu einem guten Teil auch aus reiner Lust am Opponieren. Du suchst diese Gelegenheiten und in den Coronamaßnahmen der Regierung hast du ein weites Feld gefunden, diese Lust zu befriedigen: zunächst gegen den Lockdown und jetzt in der (begrenzten) Maskenpflicht. Eine kritische Meinung in diesen Fragen sei dir unbenommen, deine Argumentation "... das Fokussieren auf COVID19, das Social Distancing, das Maskentragen, der Verzicht auf sportliche, kulturelle, soziale Groß- und Kleinveranstaltungen, auf Familienfeiern und andere Feste, auf das Reisen, etc. stellen aus meiner Sicht eine größere Gefahr für die „breite Masse“ dar, als COVID19" ist eine UNVERANTWORTLICHE Verharmlosung der tödlichen Gefahr von Covid19 vor dem Hintergrund der FAKTEN. Damit befindest du dich in guter Gesellschaft mit TRUMP in den USA, BOLSONARO in Brasilien und der AfD in Deutschland, die alle vorgeben, die Freiheit der Bürger zu verteidigen!! Beunruhigend für mich ist, dass deren krude Thesen auch insbesondere in der Eifel ihre Anhänger gefunden haben! FAKT ist aber, dass in den USA seit März 142.068 Menschen (Stand heute) an COVID19 gestorben sind. Das sind innerhalb von 4 Monaten seit Ausbruch der Pandemie in den USA weit mehr Corona-Tote als US-Soldaten nach dem 2. WK im Koreakrieg (36.914), im Vietnamkrieg (58.000), im Irak (4.474) und in n Afghanistan (5.200) gefallen sind!
    Kannst du mal erklären, was du anstelle der "Politiker" konkret gegen die Pandemie unternommen hättest bzw. noch unternehmen würdest? Keine Einschränkungen? Das „schwedische Modell“? Das hat einen Haken: mit 55 Toten pro 1000 E. steht Schweden inzwischen mit an der Spitze der am stärksten betroffenen EU-Staaten.

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