Ein Eigentor liegt in der Luft: Der Profi-Fußball hat sich (mal wieder) in den Vordergrund gedribbelt

<p>Ein Eigentor liegt in der Luft: Der Profi-Fußball hat sich (mal wieder) in den Vordergrund gedribbelt</p>
Illustrationsbild: dpa

Während in Dortmund und auf Schalke bald engster Körperkontakt erlaubt, teilweise von Trainern sogar gefordert ist, müssen die Menschen fernab der Fußballstadien weiter auf Abstand gehen. Eine Ungleichbehandlung, die selbst einem Kleinkind schwer zu erklären ist.

Befürworter betiteln das Szenario des „Re-Starts“ als eine Pioniertat, von der viele profitieren könnten, selbst wenn alles schiefgehe. Das mag durchaus sein, dennoch zeigt die Sonderrolle einmal mehr, wie die Milliarden-Branche tickt: Es geht schlichtweg um Knete und Quote – Coronavirus hin, gesellschaftliche Verantwortung her.

Aber trotz aller Liebe hätte Fußball-Deutschland in Zeiten einer Pandemie Bodenhaftung beweisen müssen. Eben einfach Solidarität zeigen. Schließlich stand nicht nur der Profifußball mit dem Rücken zur Wand. Anstatt als Teamplayer zu agieren, hat sich der Profi-Fußball (mal wieder) im Alleingang in den Vordergrund gedribbelt. Keine allzu gute Taktik. Denn damit kickt er ab sofort auf Bewährung. Und ein Eigentor liegt in der Luft...

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Kommentare

  • Laut Umfrage waren 55 % der Deutschen für einen Re-Start der BULI. 14 % "nur" dagegen, die anderen "ohne Meinung". Ist doch eine klare Aussage! Wenn die Schutzmaßnahmen gewährleistet sind... Und das scheint ja der Fall zu sein (u.a. 6wöchige "Quarantäne" in Hotels,...). Alle anderen Fußballnationen (siehe Presseberichte) träumen davon... Also in meinen Augen kein Eigentor!

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