Wenn man jetzt das Raerener Gemeindehaus betritt, dann steht man gleich nach Durchschreiten der Eingangstüre vor einer nach oben führenden Betontreppe. Der kleine zentrale Besucherempfang sowie die in diesem Gebäude untergebrachten Dienste - Einwohnermeldeamt, Standsamt und Sekretariat - befinden sich auf der ersten bzw. sogar auf der zweiten Etage des Haupthauses. Auch wer zum Sitzungssaal des Gemeinderates bzw. zum Amtszimmer des Bürgermeisters möchte, muss zwei Etagen hoch - über die Treppe. Den Aufzug im Hauptgebäude der Gemeindeverwaltung erreicht man nur über eine separate Tür, die auf Anfrage geöffnet wird. Keine wirklich komfortable Situation also.
Das Gemeindekollegium hat mit dem Bestreben, älteren, behinderten oder weniger mobilen Personen einen besseren Zugang zu ermöglichen, kürzlich drei Innenarchitekten damit beauftragt, zu prüfen, wie die diesbezüglichen Ideen und Wünsche verwirklicht werden könnten. „Wir möchten am liebsten den gesamten Publikumsverkehr ebenerdig abwickeln“, sagt Bürgermeister Erwin Güsting (Mit Uns). Neben der besseren Zugänglichkeit wünscht man sich auch eine inhaltliche Aufwertung des Empfangs: „Es wäre gut, wenn am Empfang schon möglichst viele Fragen der Bevölkerung eine Antwort finden könnten. Und sonst muss von hier aus eine zielgerichtete und effiziente Weiterleitung der Besucher gewährleistet werden können“, so der Bürgermeister.
„Wir möchten am liebsten den gesamten Publikumsverkehr ebenerdig abwickeln“, sagt Erwin Güsting.
Bei den diesbezüglichen Überlegungen des Gemeindekollegiums sind natürlich auch die durch die Verwaltung genutzten anderen Gebäude mit einbezogen worden, die vom Gemeindehaus durch den Zufahrtsweg hoch zur Pfarrkirche getrennt sind. Im Vorderhaus zur Hauptstraße hin, wo ganz früher im Geschäft „Wilden“ Teppiche, Handtücher und Bettwäsche verkauft wurden und wo sich später eine Filiale der Fortis-Bank befand, wird bisher das „Hochzeitszimmer“ für die standesamtlichen Trauungen genutzt. Weitere Büros in diesem Haus werden aktuell extern genutzt und könnten schon kurzfristig zu Büros für die Gemeindeangestellten umfunktioniert werden, um diesen im Rahmen der Coronakrise mehr räumlichen Abstand zu den Kollegen zu ermöglichen. Nebenan beherbergt das sogenannte „Atelier Wilden“ zurzeit das Bauamt (Hoch- und Tiefbau) sowie die Dienststelle für Betriebsgenehmigungen. Diese beiden Gebäude sind durch einen zentralen Eingang, auch mit Aufzug, miteinander verbunden. Eine der Überlegungen besteht darin, künftig dort den Haupteingang der Gemeindeverwaltung für den Publikumsverkehr einzurichten.
In welcher Form Änderungen vorgenommen werden, das ist derzeit aber noch nicht beschlossen. Das Gemeindekollegium erwartet ergebnisoffen die Vorschläge der kontaktierten Innenarchitekten. Bei der nächsten Gemeinderatssitzung wird – wenn alles so läuft wie geplant Ende April – ein Projektauftrag an einen der Innenarchitekten erteilt und danach wird man sehen, in welche Richtung es geht.

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