Eupener Frauenerzählcafé lud am Weltfrauentag zum interkulturellen Fest ein

<p>Zum fünften Mal luden die Verantwortlichen des Eupener Frauenerzählcafés anlässlich des Weltfrauentages Frauen vieler Kulturen, Eupenerinnen und Zugezogene sowie Bewohnerinnen des Zentrums Bellevue zum gemeinsamen Feiern ein.</p>
Zum fünften Mal luden die Verantwortlichen des Eupener Frauenerzählcafés anlässlich des Weltfrauentages Frauen vieler Kulturen, Eupenerinnen und Zugezogene sowie Bewohnerinnen des Zentrums Bellevue zum gemeinsamen Feiern ein. | Foto: privat

Eupen

Es ist schon zur Tradition geworden, dass sich anlässlich des Weltfrauentages auf Einladung des Eupener Frauenerzählcafés Frauen vieler Kulturen, Eupenerinnen und Zugezogene sowie Bewohnerinnen des Zentrums Bellevue zum gemeinsamen Feiern treffen. Zum fünften Mal wurde diese Feier am 10. März organisiert und zum zweiten Mal fand sie im Foyer des BRF statt.

Diesmal sollte als Highlight die Sängerin Romy Konzen auftreten, die schon mehrmals in Eupen zu Gast war und auch in 2016 bei den Francofolies in Spa aufgetreten ist.

Aber es gab für in Eupen geborene Frauen noch eine andere Motivation am Abend teilzunehmen. Sechs Frauen aus Eupens Vergangenheit sollten vorgestellt werden, die es verdienen würden, dass eine Straße nach ihnen benannt wird. Gibt es doch bisher nur eine solche Straße, nämlich die Maria-Theresia-Straße. So fiel der Blick beim Betreten des Foyers sofort auf sechs auf Staffeleien präsentierte Frauenporträts. Anlass zu ersten Kontaktnahmen zwischen den Besucherinnen, die diese Frauen gekannt hatten und Erinnerungen austauschten.

Jede der so hervorgehobenen Frauen wurde alsdann in einer kurzen Würdigung vorgestellt, sei es durch ein Mitglied ihrer Familie – Tochter, Enkelin, Nichte – oder ein Teammitglied. Es waren sechs sehr unterschiedliche Geschichten, die da zu Gehör kamen, aber jede von ihnen war berührend.

Auf riesigen Stimmzetteln konnten die Anwesenden ihre Vorzugstimmen verteilen. Mal sehen, ob die Stadtverantwortlichen bei der nächsten Straßennennung dieser Abstimmung Rechnung tragen. Dass sie voll im Trend sind, erfuhren die Frauen des Erzählcafés durch die Tatsache, dass auch Ministerin Weykmans ihre Forderung aus Anlass des Weltfrauentages unterstützte.

Aber dann trat endlich Romy Konzen auf. Ein Sprühfeuer selbst komponierter Songs oder Neuinterpretationen von Liedern, die sie liebt, bot die sympathische junge Sängerin ihrem Publikum an. Mit ihrer mal samtig-weichen, mal rauchig-rauen Stimme und ihrer sympathischen positiven Ausstrahlung konnte sie begeistern. Bei vielen Songs wurde mitgesungen und der lang anhaltende Applaus sagte mehr als alle Worte.

Und dann gab es kein Halten mehr: Party war angesagt. Während DJ Céline die passende Musik auflegte, kamen vor allem die Damen aus dem Bellevue und zugezogene Mitfrauen, die ja die vorgestellten Eupener Persönlichkeiten nicht gekannt haben, zum Zuge. Es wurde getanzt, was das Zeug hielt. Sowohl orientalische Klänge, als auch afrikanische Hits bot Céline auf Wunsch an. Dann hakten sich die Tanzwilligen zum Reihentanz mit den kleinen Fingern ein oder wirbelten übers Parkett bis ihnen die Luft ausging. Und Romy tanzte mit, bis sich nach und nach das Foyer leerte.

Wer Durst hatte, wurde von den Damen des Eupener Servive-Clubs Inner Wheel bedient, die den ganzen Abend über im Einsatz waren. Die sympathische junge Frauenorganisation hatte schon zum zweiten Mal den Organisatorinnen des Abends diese Aufgabe abgenommen und diskret und effizient diesen Part in die Hand genommen.

Das Frauenerzählcafé Eupen ist eine Gemeinschaftsinitiative des Viertelhauses Cardijn, der Frauenliga und Miteinander Teilen und bietet jeden Mittwoch, von 9.30 bis 11.30 Uhr im Viertelhaus, Hillstraße 7, Frauen aller Generationen und jeder Herkunft Gelegenheit, sich kennenzulernen.

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