Nachdem die Belgier in ihrer Auftaktpartie die kolumbianische Auswahl noch mit 2:1 besiegen konnten, unterlagen sie in der Nacht zum Donnerstag Australien mit 1:2.
Steve Darcis konnte trotz ansprechender Leistung gegen Nick Kyrgios (ATP 30) eine Niederlage nicht abwenden. Er unterlag mit 2:6, 6:7 (9). Damit hat „Mister Davis Cup“ wohl sein letztes Spiel für Belgien bestritten. Der Lütticher hatte jüngst angekündigt, seine Karriere im Januar, nach den Australian Open, beenden zu wollen.
Im zweiten Match des Abends fand Belgiens Nummer eins, David Goffin, im ersten Satz zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Match und Gegner. Alex De Minaur (ATP 18) dominierte den 28-Jährigen nach Belieben. Erst mit Beginn des zweiten Durchgangs stabilisierte sich Goffin, hatte beim Stand von 6:5 gar zwei Satzbälle. Letztlich konnte er die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Nach 1:38 Stunden vollendete der Australier seinen zweiten Matchball zum verdienten 6:0, 7:6 (4).
Das anschließende Doppel hatte somit nur noch statistischen Wert – und dauerte genau ein Spiel lang. Die Australier John Peers und Jordan Thompson wollten sich offensichtlich für die anstehenden Aufgaben schonen und gaben beim Stand von 1:0 in ersten Satz auf. Damit holten Sander Gillé und Joran Vliegen zumindest den Ehrenpunkt für die Belgier.
Damit ist Belgien aus dem Turnier ausgeschieden. Um sich noch als einer der zwei besten Gruppenzweiten für die K.o.-Phase zu qualifizieren, war es auf Schützenhilfe angewiesen. Nur wenn Chile mit 3:0 gegen Deutschland gewonnen hätte, wäre den Belgiern eine kleine statistische Chance auf das Weiterkommen geblieben. Am Mittwochmorgen setzte sich Philipp Kohlschreiber jedoch in zwei Sätzen gegen Nicolas Jarry durch und brachte die Deutschen mit 1:0 in Führung. Damit sind die letzten Hoffnungen der belgischen Auswahl dahin. (svm)

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