Kunstrasenplätze in der DG in der Mache

<p>Isabelle Weykmans</p>
Isabelle Weykmans | Foto: David Hagemann

In einer öffentlichen Sitzung auf Ausschussebene im Parlament der DG (PDG) hatte sich der Ecolo-Abgeordnete Freddy Mockel am Dienstag danach erkundigt. Hintergrund der Anfrage war auch die Diskussion um eine mögliche Gesundheitsgefährdung, die von solchen Kunstrasenplätzen ausgeht. In der letzten Legislaturperiode war diesbezüglich eine Studie in Auftrag gegeben worden.

„Wie sie wissen, wurden 2017 die ostbelgischen Kunstrasenplätze untersucht und festgestellt, dass die Untersuchungswerte bei den Referenzwerten liegen. Für die Betreiber der Fußballplätze gibt es im Rahmen der Regelungen über das Infrastrukturdekret der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Möglichkeit, das Granulat mit umweltverträglicher Masse auszutauschen. Daran ist in diesem Zusammenhang noch einmal zu erinnern“, meinte Isabelle Weykmans. Besonders wichtig sei zu prüfen und zu erfahren, welche tatsächlich nicht gesundheitsschädlichen und umweltfreundlichen Alternativen es zum Plastikgranulat gibt. „Korkgranulat scheint eine solche Alternative zu sein. Kehrseite der Medaille sind intensivere Pflegekosten, die für viele Fußballvereine eine finanzielle Herausforderung sein könnten“, fügte die Sportministerin hinzu.

Auf Nachfrage gab die PFF-Politikerin auch konkrete Infos zu geplanten Initiativen in der DG: „Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwei Projekte bei uns angemeldet, und wir wissen um eine weitere geplante Renovierung. Diese Projekte sehen Kunstrasenplätze vor“, so Isabelle Weykmans. Voraussichtlich würden keine neuen Kunstrasenplätze im kommenden Infrastrukturplan 2020 vorgesehen, unter anderem „aufgrund der zum Teil unzureichenden Projektreife“. Aktuell ständen zwei Projekte im Registrierungskatalog des Infrastrukturplans. Zum einen das Projekt des FC Bütgenbach und zum anderen das Projekt des USFC Elsenborn.

Zudem bedürfe der ein oder andere Fußballplatz im Laufe der Jahre einer Sanierung. „So hat beispielsweise der RFCU Kelmis die Sanierung des Fußballplatzes ebenfalls im Registrierungskatalog des Infrastrukturplanes angemeldet. Die Sanierung betrifft nicht ausschließlich das Füllmaterial, welches jedoch durch einen naturbelassenen, umweltfreundlichen Stoff ausgetauscht wird. In diesem Fall geht es um eine Instandsetzung aufgrund natürlicher Verschleißerscheinungen, die auf Dauer nicht verhindert werden können und Abhilfe erfordern, um den Spielbetrieb nicht einzuschränken.“

Auf GE-Nachfrage berichtete der Bütgenbacher Sportschöffe Charles Servaty, der auch dem PDG angehört, von den laufenden Diskussionen, um den Sportstandort der Gemeinde Bütgenbach zu stärken. Dabei ging es nicht nur um Kunstrasenplätze, sondern auch um eine Rollerskipiste in Kombination mit einer Biathlon-Anlage in Elsenborn-Herzebösch. Was die Anlagen in Bütgenbach und Elsenborn angehe, sei „noch nichts spruchreif“. Allerdings werde auch über den „Versuch, etwas gemeinsam zu machen“ nachgedacht, meinte der Sportschöffe gegenüber dem GrenzEcho. Möglich sei beispielsweise auch die Anlegung einer Leichathletikbahn um den Platz herum. „Das hängt aber mit den verfügbaren Geländeflächen zusammen“, sagte Charles Servaty. (sc)

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