Am 10. Januar 1920, vor genau 100 Jahren also, hielt General Herman Baltia Einzug in das frühere Landratsamt in Malmedy. Damit begann für die deutschsprachigen „Neubelgier“, wohlgemerkt mit deutschem Pass, eine mehrjährige Übergangszeit. Diese war, aus heutiger Sicht, nicht die schlechteste Zeit für die Menschen von Eupen-Malmedy, auch wenn man sie wieder einmal ungefragt „verschoben“ hatte. Ob sie am Ende, wie von Baltia erhofft, „glücklich“ waren, „wieder im Schoße des belgischen Vaterlandes zu sein“, darf bezweifelt werden.