Im Eupener Land hat das Sturmtief „Goretti“ am Freitag zwar für äußerst widrige Wetterverhältnisse, längst aber nicht zu dem befürchteten Chaos geführt. Wie Francis Cloth, Zonenkommandant der Hilfeleistungszone DG, erklärte, hatte es bis zum frühen Abend mehrere kleine Einsätze der Feuerwehr gegeben, jedoch keinen, der auf das Sturmtief zurückzuführen wäre. „Es ist unerwartet ruhig geblieben“, so der Zonenkommandant.
Die Wiederinbetriebnahme der Kläranlage Wegnez in der Gemeinde Pepinster verzögert sich erneut. Die Anlage war bei den tödlichen Überschwemmungen im Juli 2021 im Wesertal zerstört worden. Sie zählt zu den größten Kläranlagen der Wallonie und ist für die Abwasserbehandlung von mehr als 110.000 Einwohnergleichwerten ausgelegt. Seit dem Schaden fließen die Abwässer aus dem Raumer Verviers weiterhin ungeklärt in die Weser.
Die Entscheidung ist gefallen. Die EU-Mitgliedstaaten haben der Mercosur-Vereinbarung am Freitag grünes Licht gegeben. Nach über 25 Jahren Verhandlungen ist der Knoten im Rat gelöst. Es geht um das Freihandelsabkommen zwischen der EU und südamerikanischen Staaten, das Zölle senken und den Marktzugang erleichtern soll. Abgeschlossen ist der Prozess damit nicht: Das EU-Parlament muss noch zustimmen, der politische Teil anschließend von den Mitgliedstaaten ratifiziert werden.
Bei der Dakar Rallye 2026 haben Nasser Al-Attiyah und sein belgischer Beifahrer Fabian Lurquin (Dacia) am Freitag ein Ausrufezeichen gesetzt. Das Duo gewann die sechste Etappe und übernahm damit unmittelbar vor dem Ruhetag in Riyadh auch die Gesamtführung.
Ohne Remco Evenepoel beginnt für Soudal-Quick Step eine neue Phase. Nach mehreren Jahren, in denen Struktur und sportliche Ausrichtung stark auf den Brabanter zugeschnitten waren, richtet sich die belgische WorldTour-Equipe für die Saison 2026 neu aus.
Der Antwerpener Tennisspieler Alexander Blockx (ATP 115) steht im Finale des ATP-Challenger-125-Turniers in Canberra. Der 20-Jährige setzte sich am Freitag nach einem intensiven Dreisatzmatch gegen den australischen Wildcard-Spieler James McCabe (ATP 188) mit 6:3, 6:7 (3/7), 6:3 durch – und strahlte danach über das ganze Gesicht.
Ein bekanntes Aushängeschild des wallonischen Premiumhandwerks steht an einem Wendepunkt: Die Whisky-Destillerie „Belgian Owl“ mit Sitz in Fexhe-le-Haut-Clocher (Provinz Lüttich) befindet sich seit Dienstag in freiwilliger Liquidation, das meldet die frankofone Tageszeitung „La Meuse“ in ihrer Donnerstagsausgabe
Die Gewissheiten der internationalen Politik erodieren schneller, als den Entscheidungsträgern in vielen europäischen Hauptstädten lieb ist. Was lange als stabile Grundlage galt, wird plötzlich offen infrage gestellt. Die transatlantischen Beziehungen, über Jahrzehnte ein Pfeiler der europäischen Außenpolitik, geraten damit in eine Phase grundlegender Neujustierung – auch in Belgien. Eine Einordnung.
Seit 14 Uhr am Freitagnachmittag gilt auf mehreren wallonischen Autobahnabschnitten ein Fahrverbot für Lastwagen mit einer Länge von mehr als 13 Metern. Betroffen sind unter anderem die E25 zwischen dem Autobahnkreuz Loncin und Massul in beiden Fahrtrichtungen sowie die E42 zwischen Verviers und Steinebruck, ebenfalls in beide Richtungen.
Das belgische Eisenbahngesellschaft (SNCB) kann auf ein starkes Jahr zurückblicken: 91,7 Prozent der Züge fuhren 2025 pünktlich, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Damit wurde das Ergebnis von 2024 (89,7 Prozent) deutlich verbessert. Abgesehen von den Corona-Jahren 2020 und 2021 ist es der beste Pünktlichkeitswert seit zwei Jahrzehnten.
Das Eupener Strafgericht hat sich in dieser Woche gleich mit mehreren Gewaltdelikten befasst. Ins Auge stach dabei der gewalttätige Angriff auf einen Nachbarn in Raeren, der dem Angeklagten zwei Jahre Haft einbringen könnte.
Wie das GrenzEcho aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, bekundet die Klinik St. Josef Interesse, die an der gegenüberliegende Seite der Klosterstraße liegende Immobilie des Finanzministeriums zu erwerben.
Am Sonntagabend blickt der belgische Fußball nach Middelkerke: An der belgischen Küste wird ab 20.30 Uhr zum 72. Mal der „Goldene Schuh“ für den besten Spieler des vergangenen Jahres vergeben. Großer Favorit auf den Prestigepreis ist Christos Tzolis.
Zur Eröffnung des Brüsseler Autosalons zieht die Elektromobilität in Belgien eine insgesamt positive, aber keineswegs sorgenfreie Bilanz. Zwar wächst der Markt für E-Fahrzeuge seit Jahren rasant, doch strukturelle Abhängigkeiten, politische Unsicherheiten auf europäischer Ebene und die anhaltende Zurückhaltung privater Käufer bremsen das volle Potenzial der Wende zur emissionsfreien Mobilität. Mehr noch: Erlebt der Verbrennungsmotor eine Renaissance?
Der belgische Automarkt hat sich 2025 deutlich zugunsten von Gebrauchtwagen verschoben. Erstmals entfallen fast zwei Drittel aller Fahrzeugverkäufe auf Secondhandautos. Nach Angaben des Mobilitätsverbands Traxio waren 63,9 Prozent aller Neuzulassungen Gebrauchtfahrzeuge – ein historischer Höchstwert. Während der Gebrauchtwagenmarkt weiter wächst, gerät der Neuwagenabsatz unter Druck: Mit 414.772 neu zugelassenen Fahrzeugen lag er rund sieben Prozent unter dem Vorjahreswert, während 734.165 Gebrauchtwagen verkauft wurden.
Nach nur drei Tagen Betrieb hat das neue Anlaufzentrum für Arbeitslose ohne Leistungsanspruch, das das Öffentliche Sozialhilfezentrum (ÖSHZ) der Stadt Lüttich in der Rue Monulphe eingerichtet hat, bereits 441 Personen registriert.
Der Drang zum Bankenwechsel hat im vergangenen Jahr an Schwung verloren. Nach einer Phase reger Bewegung blieb ein großer Teil der belgischen Kunden seiner Hausbank treu. Die aktuellen Zahlen zeigen einen Markt, der nach außergewöhnlichen Turbulenzen wieder in ruhigeres Fahrwasser gefunden hat.
Wegen der Bildung und Mitgliedschaft einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Sozialbetrug ist ein Eupener Mittvierziger aus am Donnerstag vom Eupener Strafgericht zu zwei Jahren Haft, zur Hälfte zur Bewährung ausgesetzt, und 72.000 Euro Geldstrafe verurteilt.
Nach einem Vierteljahrhundert zieht sich Luc Frank (53) aus der Kelmiser Kommunalpolitik zurück. Mit dem GrenzEcho spricht der frühere Bürgermeister über seinen bewussten Abschied aus dem Gemeinderat, politische Rollenwechsel, prägende Erfahrungen und darüber, warum Verantwortung manchmal auch bedeutet, Platz zu machen.
Der Konkurrenzkampf zwischen Belgiens Supermarktketten geht in eine neue Runde. Eine groß angelegte Werbekampagne von Delhaize, in der die Kette ihre Preise mit jenen von Lidl und Carrefour vergleicht, sorgt für heftige Reaktionen. Der Discounter Lidl spricht von falschen und irreführenden Preisvergleichen – und schließt rechtliche Schritte nicht aus. Delhaize hingegen sieht keinen Grund, die Kampagne zu stoppen.