Ein Name hat Sonja Cloot (SP) ihr Amt gekostet. In der jüngsten Sitzung des Lontzener Gemeinderates am Montag stellte die Präsidentin des Öffentlichen Sozialhilfezentrums (ÖSHZ) die erste Haushaltsanpassung des Zentrums vor. Dabei nannte sie den Namen einer Mitarbeiterin, der fristlos gekündigt worden war. Am Tag darauf legte sie alle ihre Mandate im ÖSHZ nieder, Mitglied im Gemeinderat bleibt sie jedoch auch weiterhin.
Tim Merlier hat die erste Straßenetappe der Eneco Tour gewonnen. Der Belgier setzte sich am Mittwoch im niederländischen Ede deutlich vor Dylan Groenewegen und Gerben Thijssen durch. Die Gesamtführung behält der Schwede Jakob Söderqvist.
Zwei Tage nach seinem überraschenden Sieg gegen Carlos Alcaraz ist Zizou Bergs beim Masters-1000-Turnier in Shanghai ausgeschieden. Der Belgier unterlag dem Amerikaner Tommy Paul mit 6:7 (5:7) und 4:6. Vergebene Breakchancen und Schmerzen im rechten Arm erschwerten ihm die Aufgabe – dennoch machte der Limburger die Partie nach einem deutlichen Rückstand im zweiten Satz noch einmal spannend.
Mit Protestaktionen an geschlossenen Zentren in Belgien haben die Gewerkschaften CSC/ACV, CGSP/ACOD und VSOA am Mittwoch gegen Gewalt, Personalmangel und Sicherheitsmängel protestiert. Sie fordern rasche Maßnahmen und haben eine Streikankündigung auf unbestimmte Zeit eingereicht.
Premierminister Bart De Wever (N-VA) ändert den Kurs in den festgefahrenen Haushaltsverhandlungen. Er will bis Ende Oktober nicht mehr vorrangig nach einem Paket zur Konsolidierung von zehn Milliarden Euro bis 2029 zu suchen, sondern stattdessen zunächst den Haushalt für das kommende Jahr verabschieden, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Der veränderte Ansatz soll die Verhandlungen erleichtern und schneller zu einer Einigung führen. Für den Haushalt 2027 könnte die Mehrwertsteuerreform zunächst vom Tisch bleiben. Damit käme De Wever der MR entgegen, die eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ablehnt – und womöglich leichter für eine Zustimmung zu gewinnen wäre.
Leere Regale bei Albert Heijn, ein Ersatzsystem bei Delhaize, aufgetaute Tiefkühlware in Hunderten französischen Supermärkten: Die jüngsten IT-Vorfälle treffen den Handel an empfindlicher Stelle. Was hinter den Störungen steckt, ist noch unklar.
Die geplante Drohnenflugzone der belgischen Armee wirbelt die Pläne für den Windpark Wolfbusch durcheinander. Statt bis zu fünf Windrädern in zwei Reihen sollen nun vier Anlagen unmittelbar an der Autobahn E42 entstehen.
Ein Müllwagen scheint in Flammen zu stehen: Vor dem Brüsseler Zentralbahnhof bietet sich am Mittwoch ein ungewöhnliches Bild. Tatsächlich handelt es sich um eine kontrollierte Simulation auf dem Europakreuz, die gemeinsam mit Renewi organisiert wird. Recupel will damit auf eine unterschätzte Gefahr aufmerksam machen: Weggeworfene Elektrogeräte können Brände in Müllwagen und Sortieranlagen auslösen. Auslöser kann die Batterie eines Gadgets sein.
Bewaffnete Soldaten in Metrostationen und Bahnhöfen gehören seit Monaten zum Sicherheitsbild der Hauptstadt. Nun zieht der föderale Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) eine positive Zwischenbilanz: Seit Beginn des Militäreinsatzes „Urban Shield“ im April ist die Zahl der registrierten Straftaten in den Brüsseler Metrostationen und Bahnhöfen deutlich zurückgegangen. Ein Ende des Einsatzes ist vorerst nicht in Sicht.
Nach dem tödlichen Schuss auf einen Polizisten in der Brüsseler Gemeinde Jette gehen die Ermittlungen weiter. Die am Dienstag festgenommenen Verdächtigen sollen im Laufe des Mittwochs verhört werden. Gleichzeitig wächst der politische Druck, entschiedener gegen die zunehmende Waffengewalt vorzugehen. Während Justizvertreter und Politiker zusätzliche Mittel und eine bessere Zusammenarbeit fordern, haben zahlreiche Polizeibeamte in der Nacht ihres getöteten Kollegen Nordine El Talbi gedacht.
Eine Joggingrunde auf dem Militärgelände, aufgezeichnet mit dem Smartphone – und plötzlich sind sensible Informationen öffentlich zugänglich. Nachdem bekannt geworden war, dass Hunderte belgische Soldaten ihre sportlichen Aktivitäten über die Fitness-App Strava dokumentiert hatten, hat der föderale Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) nun Stellung bezogen. Am Mittwoch erklärte er im zuständigen Kammerausschuss, dass die betroffenen Militärangehörigen ihre privaten Smartphones benutzt hätten.
Die ehemalige Eisschnellläuferin Sandrine Tas hat bei der Eneco Tour der Frauen ihren dritten Saisonsieg gefeiert. In Ede gewann die Belgierin die erste Etappe und übernahm zugleich die Spitze der Gesamtwertung.
Dass auch die Einwohner des Seniorenheims „Hof Bütgenbach“ zünftig Kirmes feiern können, zeigte sich am Montag, als zum 16. Mal im Altbau des Seniorenheims und zum siebten Mal im Rundbau die neuen Kirmeskönige ermittelt wurden.
Das Eupener Strafgericht hat sich zu Wochenbeginn ausführlich mit zwei Verfahren rund um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz beschäftigt. In einem Fall ging es unter anderem um vier junge Männer, die nach Darstellung der Staatsanwaltschaft die Droge Ketamin in der Eifel verbreitet haben.
„Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Am 18. November 2015, einen Tag nach dem abgesagten Fußballspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden, sorgte der damalige deutsche Innenminister Thomas de Maizière mit diesem Satz für Kopfschütteln. Auf die Frage nach den genauen Gründen für die Absage wegen einer konkreten Terrorwarnung wollte er keine Auskunft geben. Elf Jahre später scheint das belgische Verteidigungsministerium eine ähnliche Kommunikationsstrategie zu verfolgen – diesmal geht es um eine geplante Drohnenflugzone über Teilen Ostbelgiens.
Weltweit geht die Unterernährung leicht zurück, doch in Afrika verschlechtert sich die Lage. Besonders im Sudan, in Nigeria und im Kongo ist die Not groß. Zugleich wird internationale Hilfe knapper.
Die Ländlichen Gilden setzen ihre Aktion gegen Einsamkeit fort. Vom 19. bis 25. Oktober laden Bibliotheken und Dorfhäuser in Ostbelgien dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Anders als im Vorjahr soll die Initiative künftig jeden Monat stattfinden.
Unter dem Motto „Zukunft entsteht gemeinsam“ organisiert das Animationszentrum Ephata am 18. Oktober einen Tag der offenen Tür. Teilnehmen kann jeder, der das Haus mit seinen vielfältigen Angeboten und Ehrenamtlichen kennenlernen möchte – und künftig vielleicht auch selber dort aktiv werden will.
Die belgischen Künstler Michel Barzin und Fabienne Guérens präsentieren im Alten Schlachthof ihre gemeinsame Ausstellung „On se fait un truc à Eupen“ als verbundene, aber kontrastreiche Reise durch verschiedene Medien – von der Zeichnung zur Skulptur, vom Bild zum Objekt, vom Video zur Installation.