Know-how gegen zu viel Wasser in der Gemeinde St.Vith

<p>Anfang Juni hatte Starkregen an mehreren Stellen der Gemeinde für Überschwemmungen gesorgt.</p>
Anfang Juni hatte Starkregen an mehreren Stellen der Gemeinde für Überschwemmungen gesorgt. | Foto: GE-Archiv

„Wir möchten im kollektiven Netz Vorsorge treffen, damit sich nach Starkregen künftig nicht mehr derart schwierige Situationen einstellen“, erklärte Bürgermeister Herbert Grommes am Mittwoch in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates den Tagesordnungspunkt, der unter der relativ unspektakulären Bezeichnung „Rahmenvereinbarung mit der Interkommunalen AIDE zur Bestandsverwaltung der Abwassernetze“ aufgeführt war.

In Galhausen sei die Gemeinde bereits selbst aktiv geworden und habe Investitionen getätigt, damit das Abwassernetz etwaige Wassermassen künftig besser aufnehmen kann. Mit der Rahmenvereinbarung soll nun bei der AIDE das entsprechende Know-how „eingekauft“ werden, um weitere Schutzmaßnahmen zu treffen. „Wir möchten, dass die Experten uns Lösungen vorschlagen“, erklärte Herbert Grommes – wobei die einzelnen Vorschläge dann natürlich noch durch Kollegium bzw. Rat auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft werden müssen. Klar ist auch, dass nicht von heute auf morgen das gesamte Netz erneuert werden kann, sondern die Maßnahmen mit und mit getroffen werden. Ein sogenanntes Kanalkataster für St.Vith, Hünningen, Emmels, Recht und Rodt – die Orte, die dem sogenannten kollektiven Sanierungsverfahren unterliegen, ist in Bearbeitung. Dabei sollen vor allem strukturelle, funktionelle und hydraulische Probleme erfasst werden, die Überlastungen oder Überschwemmungen begünstigen. In der Rahmenvereinbarung, die der Rat einstimmig genehmigte, sind noch keine Maßnahmen vorgesehen, da diese noch im Einzelnen besprochen werden müssen. Geregelt werden in diesem Schriftstück nur die Beziehungen zwischen der Stadt und der Interkommunalen bei der Verwaltung des Abwassernetzes.

Bei dem starken Unwetter Anfang Juni 2018 waren zahlreiche Schäden entstanden. So wurden Keller überschwemmt, Straßen und Wiesen standen unter Wasser und Gebäude sowie Autos wurden beschädigt. Die Wallonische Region hatte den Vorfall später als Naturkatastrophe anerkannt, sodass die Betroffenen entschädigt werden konnten.

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