Das geht aus der jährlichen Studie der Dachorganisation Video Games Federation Belgium (VGFB) hervor, die am Dienstag kurz vor dem Start der Gamescom in Köln (26. bis 30. August 2026) veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung wurden 39.371 Menschen in der Europäischen Union befragt, darunter 2.013 Belgier.
Im Durchschnitt verbringen belgische Gamer acht Stunden und 55 Minuten pro Woche mit Videospielen. Das entspricht mehr als einer Stunde täglich. Der durchschnittliche Spieler ist laut Studie ein 34,7 Jahre alter Mann. Im Vorjahr hatte das Durchschnittsalter noch bei 31,2 Jahren gelegen.
Fast jeder zweite Gamer ist eine Frau
Allerdings ist Gaming längst keine Männerdomäne mehr. Der Frauenanteil unter den Spielern ist innerhalb eines Jahres um einen Prozentpunkt auf 47 Prozent gestiegen. Unterschiede gibt es allerdings bei der Spielzeit: Frauen kommen durchschnittlich auf sechs Stunden und 59 Minuten pro Woche, Männer auf zehn Stunden und 38 Minuten.
Auch das Bild vom vorwiegend jungen Gamer passt immer weniger zur Realität. Fast die Hälfte der Spieler in Belgien ist mittlerweile älter als 35 Jahre. Weitere 31 Prozent gehören zur Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren.
Das mit Abstand meistgenutzte Spielgerät steckt dabei ohnehin in fast jeder Hosentasche: Rund 5,3 Millionen Menschen spielten 2025 auf ihrem Smartphone. Hier ist das Verhältnis zwischen Männern und Frauen nahezu ausgeglichen.
Anders sieht es bei klassischen Konsolen und Computern aus. Rund 3,1 Millionen Belgier greifen zum Controller einer Konsole, 2,4 Millionen spielen am Computer. Bei beiden Plattformen stellen Männer mit jeweils 64 Prozent weiterhin die deutliche Mehrheit.
Eltern schauen genauer hin
Die Studie beschäftigt sich auch mit dem Spielverhalten Minderjähriger und der Frage, wie stark Eltern dieses kontrollieren. Demnach behalten 98 Prozent der Eltern Käufe innerhalb von Videospielen im Auge.
Auch technische Kontrollmöglichkeiten werden häufiger genutzt: 83 Prozent der befragten Eltern setzen inzwischen auf Funktionen zur elterlichen Kontrolle, um die Gaming-Aktivitäten ihrer Kinder zu begleiten. Im Vorjahr waren es noch knapp vier von fünf Eltern gewesen. (belga/calü)

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