Gamescom baut Spitzenposition aus: Mehr Aussteller und starke internationale Präsenz

<p>Die Gamescom lockt jedes Jahr viele Besucher nach Köln. 2026 ist die Messe mit mehr als 1.600 Ausstellern und 233.000 Quadratmetern Fläche so groß wie nie zuvor.</p>
Die Gamescom lockt jedes Jahr viele Besucher nach Köln. 2026 ist die Messe mit mehr als 1.600 Ausstellern und 233.000 Quadratmetern Fläche so groß wie nie zuvor. | Archivfoto: Nico Conrath

Damit setzt die Gamescom ihren Wachstumskurs fort. Rund 70 Prozent der Aussteller auf der deutschen Messe kommen aus dem Ausland. Auch bei den Länderpavillons vermelden die Veranstalter einen Rekord: 47 Gemeinschaftsstände aus insgesamt 40 Ländern werden in Köln vertreten sein. Bulgarien, Marokko, Nigeria, Ungarn und Zypern sind in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Länderpavillon dabei.

Ostbelgier berichten von ihren Erfahrungen auf der Gamescom 2025:

Dass das Interesse nicht nur aufseiten der Unternehmen groß ist, zeigt der Vorverkauf. Die sogenannten Wildcards, die einen früheren Zugang am Fachbesucher- und Medientag am Mittwoch ermöglichen, sind bereits vergriffen. Auch für den Samstag gibt es keine regulären Eintrittskarten mehr.

„Die Zeichen wenige Tage vor dem Start der Gamescom 2026 könnten kaum besser stehen“, wird Felix Falk, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Games-Branche, in einer Mitteilung zitiert. Neben der größeren Zahl an Ausstellern und der ausverkauften Fläche hebt Falk vor allem die internationale Beteiligung und die gewachsene Indie-Szene hervor –also jene Entwicklerstudios, die eigenständig und ohne großen Verlag arbeiten. Denn einen neuen Höchstwert erreicht auch die Indie-Area. Mehr als 420 Unternehmen präsentieren dort hunderte Spiele. Kleinere Entwicklerstudios und ihre Produktionen sollen damit erneut einen festen Platz im Messegeschehen erhalten. Passend dazu lautet einer der diesjährigen Gamescom-Trends „Kleine Teams, große Erfolge“.

Neben den zahlreichen Spielen und Neuheiten, die in den Kölner Messehallen ausprobiert werden können, setzt die Gamescom auch 2026 auf ein umfangreiches digitales Angebot. Mehrere zentrale Veranstaltungen werden per Livestream übertragen. Dazu zählt insbesondere die Opening Night Live, bei der traditionell zahlreiche neue Spiele, Trailer und Ankündigungen präsentiert werden. Auch die „awesome indies show“, das Speedrunning-Format „gamescom GDQ“ für den guten Zweck und das Gamescom Studio werden online zu verfolgen sein. Mit „gamescom epix“ gibt es zudem erneut ein interaktives Angebot für die Fans. Diesmal geht es für die Teilnehmer ins Weltall: Über verschiedene Aufgaben lassen sich unter anderem digitale Sammelkarten und Belohnungen freischalten. 19 der insgesamt 67 Kartenmotive sollen erstmals auch in physischer Form auf der Messe erhältlich sein.

Am 29. und 30. August verlängert das Gamescom City Festival das Programm bis in die Kölner Innenstadt. Unter anderem stehen „Thees Uhlmann & Band“ sowie „The Notwist“ auf dem Programm.

Die Gamescom versteht sich allerdings längst nicht mehr nur als Festival für Spielefans, sondern auch als Treffpunkt für Entwickler, Unternehmen, Investoren und auch Politik. Den Auftakt der Fachveranstaltungen macht am 24. und 25. August die Entwicklerkonferenz Gamescom Dev. Mehr als 380 Redner sollen in 230 Veranstaltungen auf 18 Bühnen auftreten. Erstmals stehen dabei auch eigene Programmschwerpunkte zu Animation, Level Design sowie dem Einsatz künstlicher Intelligenz bei Gameplay und Produktion auf dem Programm.

Eine politische Premiere gibt es zwei Tage später: Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 27. August den Gamescom Congress eröffnen. Bei der Konferenz diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Medien und Spieleentwicklung über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale von Videospielen. Unter anderem soll es dabei um die Frage gehen, welchen Beitrag Games für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie leisten können. Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Einfluss von Videospielen auf unterschiedliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Am selben Tag findet zudem der Gamescom Invest Circle statt. Das Format bringt junge Unternehmen aus der Games- und GameTech-Branche mit internationalen Investoren, Publishern und möglichen strategischen Partnern zusammen.

Für Gerald Böse, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Koelnmesse, unterstreicht die starke Nachfrage die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltung. Mit ausgebuchten Hallen, mehr als 1.600 Ausstellern und einem bereits ausverkauften Messesamstag deutet wenige Tage vor dem Start jedenfalls vieles darauf hin, dass es in Köln voll werden dürfte. (nico)

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