Ein Stück Erinnerung kehrt nach Dinant zurück

<p>Relief von Frans Huygelen „Zur Erinnerung an Dinant“, um 1927, Bronze</p>
Relief von Frans Huygelen „Zur Erinnerung an Dinant“, um 1927, Bronze | Foto: Deutsches Historisches Mueum/dpa

Das Deutsche Historische Museum in Berlin hat ein Bronzerelief zurückgegeben, das 1942 zur Zeit der deutschen Besatzung in Belgien beschlagnahmt wurde. Das Bronzerelief des belgischen Bildhauers Frans Huygelen sei nun an die Stadt Dinant zurückgegeben worden, wie das Museum mitteilte. Nach Angaben des Museums entstand das Relief um 1927 und gehört zu einem Denkmal, das der Erschießung von belgischen Zivilisten durch deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg gewidmet ist. Bei der Übergabe des Reliefs durch Museumsleiter Raphael Gross sagte der deutsche Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus: „Die glückliche Rückkehr des Bronzereliefs, welches seit 1927 an das Massaker erinnerte, mehr als 80 Jahre nach der Zerstörung des ursprünglichen Denkmals durch die Nazis, schließt eine Lücke in der Versöhnung zwischen Dinant, Belgien und Deutschland“.

Eine Postkarte aus dem Jahr 1930 zeigte das Bronzerelief als Teil eines Denkmals in der Stadt Dinant, war auf einem aktuellen Foto von 2014 aber nicht zu sehen. Daraufhin sei die Beschlagnahmung durch den deutschen Kriegskommandanten von Dinant und Philippeville bestätigt worden. Nach Angaben des Museums liegt es nahe, dass die Gedenktafel in das damalige Heeresmuseum des NS-Regimes gebracht wurde. (dpa/nico)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment