Lange Zeit sah es so aus, als könnten die Giants den Titel bereits in der regulären Spielzeit perfekt machen. Nach einem starken Start führte Antwerp nach dem ersten Viertel mit 28:22 und lag zur Halbzeit mit 45:41 vorne. Vor dem Schlussabschnitt hatten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar auf zehn Punkte ausgebaut (65:55).
Doch der Titelverteidiger aus Ostende gab sich nicht geschlagen. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Marcus Domask einen wichtigen Dreipunktewurf und rettete sein Team 50 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung. Beim Stand von 77:77 war die Entscheidung vertagt.

In der Overtime gingen die Küstenstädter sogar kurzzeitig mit 79:77 in Führung. Doch die Antwerpener behielten die Nerven. Enoch Cheeks, Niels De Ridder und Rasheed Bello übernahmen Verantwortung und führten die Giants schließlich zum umjubelten Heimsieg. De Ridder und Cheeks erzielten jeweils 16 Punkte, Bello steuerte 15 Zähler sowie sieben Assists bei. Aufseiten Ostendes waren Marcus Domask und Noam Yaacov mit jeweils 19 Punkten die besten Werfer.

Für die Antwerp Giants ist es der erste nationale Meistertitel seit dem Jahr 2000. Nachdem die Antwerpener in den vergangenen vier Jahren bereits dreimal das Finale erreicht hatten, gelang nun endlich der große Wurf. In den Jahren 2023 und 2024 hatte Ostende noch die Oberhand behalten.
Für den Rekordmeister von der Küste endet damit eine außergewöhnliche Erfolgsserie. Ostende verpasste nicht nur den insgesamt 27. Meistertitel der Vereinsgeschichte, sondern auch die 15. Meisterschaft in Folge. Nach anderthalb Jahrzehnten geht die belgische Basketball-Krone damit wieder nach Antwerpen. (belga/calü)

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