Nach Angaben von SD Worx zeichnet sich dabei eine interessante Entwicklung ab: Während die Zahl der Väter, die bezahlten Elternurlaub nehmen, leicht zunimmt, greifen immer weniger Mütter auf diese Möglichkeit zurück.
„Anfang Mai 2026 befanden sich in Belgien weniger Eltern im bezahlten Elternurlaub als noch ein Jahr zuvor“, erklärt Anneleen Verstraeten, juristische Beraterin bei SD Worx. Konkret seien 370 Väter mehr, aber 475 Mütter weniger im Elternurlaub als im Vorjahr registriert worden.
Ende April 2026 nutzten im belgischen Privatsektor 41.597 Väter und 66.286 Mütter den bezahlten Elternurlaub. Insgesamt lag die durchschnittliche Zahl der Eltern im Elternurlaub 2025 noch bei mehr als 106.000 Personen. Auf Grundlage der ersten vier Monate dieses Jahres würde dieser Jahresdurchschnitt nun auf 105.379 Eltern sinken.
SD Worx weist allerdings darauf hin, dass die Nutzung des Elternurlaubs traditionell in den Sommermonaten ihren Höhepunkt erreicht. Besonders im August greifen viele Eltern auf diese Möglichkeit zurück. Ob sich der aktuelle Rückgang bis zum Jahresende bestätigt, bleibt daher abzuwarten.
Neben dem Elternurlaub verliert auch die Teilzeit-Karriereunterbrechung zur Betreuung von Kindern unter acht Jahren weiter an Bedeutung. In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 ging ihre Nutzung im Vergleich zum Vorjahr um 1,65 Prozent zurück.
Im April dieses Jahres befanden sich noch 24.106 Eltern in einer Teilzeit-Karriereunterbrechung. Die Zahl der Eltern, die ihre berufliche Tätigkeit vollständig unterbrechen, ist deutlich geringer: Nur noch 2.110 Personen nutzten dieses Modell zur Betreuung eines Kindes unter acht Jahren. (belga/calü)

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