Fördersekundarschule in der Eifel: Größeres Angebot wohl erst ab 2027

<p>Unterrichtsminister Jérôme Franssen</p>
Unterrichtsminister Jérôme Franssen | foto: David Hagemann

Minister Franssen betonte, dass die Schaffung eines Fördersekundarangebots für den Süden beschlossen sei. Ziel sei es, Familien zu entlasten, lange Schulwege zu vermeiden und Jugendlichen mit Förderbedarf eine wohnortnähere Begleitung zu ermöglichen. Derzeit werde gemeinsam mit dem ZFP ein Masterplan ausgearbeitet, der die Umsetzungsschritte und den Zeitrahmen festlegen soll.

Konkret laufen laut Minister bereits Vorbereitungen im Gebäude des ZFP in St.Vith. Dort sollen Räumlichkeiten für eine zusätzliche Klasse für Sekundarschüler mit hohem Förderbedarf geschaffen werden. Die notwendigen infrastrukturellen Anpassungen seien in Vorbereitung. Ein erster Start im September 2026 sei weiterhin nicht ausgeschlossen, erklärte Franssen. Für größere und dauerhaft tragfähige Angebote sei jedoch aus heutiger Sicht der September 2027 der realistische Zeitpunkt. Man wolle kein Angebot „um jeden Preis“ eröffnen, sondern sicherstellen, dass die pädagogischen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllt seien. Kathy Elsen unterstrich in ihrer Replik die Bedeutung von Planungssicherheit für die betroffenen Familien. Charles Servaty zeigte sich hingegen enttäuscht. Im vergangenen Jahr sei der Eindruck entstanden, dass bereits 2026 ein umfassenderes Angebot starten könnte. Nun werde deutlich, dass sich die meisten Verbesserungen wohl um ein weiteres Jahr verzögern. Unterstützung erhielt das Projekt dennoch fraktionsübergreifend. Der Ecolo-Abgeordnete Andreas Jerusalem betonte die Verantwortung des Schulsystems, Kinder mit Förderbedarf bestmöglich zu begleiten. Die CSP-Abgeordnete Steffi Pauels warnte vor falschen Versprechungen und begrüßte den schrittweisen Aufbau. Franssen wies die Kritik zurück. Er habe im Dezember keinen Start für 2026 versprochen, sondern lediglich die Hoffnung geäußert, bis dahin ein erstes Angebot auf den Weg bringen zu können. Man arbeite konkret an der Umsetzung und befinde sich bei der Zielerreichung „in Sichtweite“. Servaty hielt dagegen, die damaligen Aussagen seien sehr konkret gewesen. Positiv bewertete er jedoch die Aussicht auf einen ersten, wenn auch kleinen Einstieg bereits im kommenden Schuljahr.

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