Die Reform sieht vor, den steuerfreien Grundbetrag für alle Haushalte zu erhöhen. Gleichzeitig werden aber auch andere Mechanismen verändert, die sich besonders auf die Einkommen von Haushalten mit Kindern auswirken.
Die Familienliga hat die Auswirkungen der Reform für verschiedene Familienkonstellationen untersucht. Verglichen wurde die Situation im Jahr 2030 – Steuerjahr 2030, Einkommen 2029 – mit Reform und ohne Reform. Grundlage waren die Inflationsprognosen des Planbüros vom März 2026.
Nach Berechnungen des Familienbundes wird ein kinderloses Paar im Jahr 2030 durch die Reform 271 Euro mehr in der Tasche haben als ein Paar mit drei Kindern. Im Vergleich zu einer alleinerziehenden Familie mit drei Kindern beträgt der Unterschied sogar 1.284 Euro zugunsten des kinderlosen Paares.
Die Familienliga erklärt diese Unterschiede damit, dass die Erhöhungen des steuerfreien Grundbetrags für unterhaltsberechtigte Kinder sowie für Alleinerziehende nicht indexiert werden.
„Das folgt keiner Logik. Während viele Kosten im Zusammenhang mit Kindern steigen, entscheidet sich die Föderalregierung dafür, Haushalte ohne Kinder im Vergleich zu Haushalten mit zwei oder mehr Kindern und Alleinerziehenden stärker zu unterstützen“, erklärte Madeleine Guyot, Generaldirektorin der Familienliga. „Ja, die Haushalte werden höhere Nettoeinkommen haben, aber diese Entscheidung, Familien weniger zu unterstützen, ist schwer nachvollziehbar.“ (belga/calü)

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