Jupiler Apple (5,2 %) wird in Belgien gebraut und ist ausschließlich für den belgischen Markt bestimmt, wie ein Sprecher des Unternehmens erläutert. Konkrete Produktionsmengen nennt AB InBev traditionell nicht. Klar ist aber: Das Volumen der Apfelvariante liegt deutlich unter jenem des klassischen Jupiler und der alkoholfreien Variante Jupiler 0.0.
Während viele Brauereien derzeit auf eine beliebte „rote“ Variante mit Kirschgeschmack setzen, entscheidet sich AB InBev bewusst für Apfel. Die Begründung: Apfel sei ein zugänglicher und vertrauter Geschmack. Damit reagiert der Konzern nach eigenen Angaben auf eine wachsende Nachfrage nach Bieren mit Fruchtgeschmack, vor allem bei Konsumenten in ihren Zwanzigern und Dreißigern. Als Vorbild verweist AB InBev unter anderem auf den Erfolg von Busch Light Apple in den USA, einer saisonalen Variante von Busch Light.
Neben Jupiler Apple bringt AB InBev auch das südafrikanische Bier Flying Fish in belgische Supermärkte. Das Bier hat ein Aroma von gepresster Zitrone.
Der Schritt kommt nicht von ungefähr. Der Bierkonsum in Belgien geht seit Jahrzehnten tendenziell zurück. Brauereien setzen deshalb schon länger auf alkoholfreie Varianten und neue Produkte, um zusätzliche Zielgruppen zu erreichen.
Jupiler selbst hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Varianten getestet. Jupiler Blue, ein Bier mit geringerem Alkoholgehalt, ist seit rund 20 Jahren auf dem Markt. Später kam Jupiler 0.0 hinzu. Andere Ableger wie Jupiler Pure Blonde, Tauro oder Jupiler Force konnten sich dagegen nicht durchsetzen und wurden wieder aus dem Sortiment genommen. (belga/calü)

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