Altersgerechte Spielräume: Schülerwünsche im Parlament der DG besprochen

<p>Kinder wünschen sich mehr altersgerechte Spiel- und Bewegungsräume: Im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde über Freizeitangebote und Spielplätze für Neun- bis Zehnjährige diskutiert. Symbolfoto: Spielplatz.</p>
Kinder wünschen sich mehr altersgerechte Spiel- und Bewegungsräume: Im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde über Freizeitangebote und Spielplätze für Neun- bis Zehnjährige diskutiert. Symbolfoto: Spielplatz. | Foto: David Hagemann

Diese Anliegen griff die Abgeordnete Diana Stiel (Vivant) nun in einer parlamentarischen Frage auf. Viele Spielplätze seien vor allem auf Kleinkinder ausgerichtet und böten älteren Kindern zu wenig Herausforderungen und Bewegungsmöglichkeiten, hieß es da.

„Um offline fit zu bleiben, benötigen Kinder altersgerechte Bewegungsangebote und Anreize für Spiel, Sport und Begegnung im Freien“, erklärte Diana Stiel im Parlamentsausschuss. Die Vivant-Abgeordnete wollte von der DG-Regierung wissen, wie Freizeitangebote und entsprechende öffentliche Räume für Neun- bis Zehnjährige künftig gezielt gefördert werden könnten. Für den abwesenden Minister Gregor Freches (PFF) antwortete sein Kollege Jérôme Franssen (CSP). Die Forderungen der Kinder seien „berechtigt, nachvollziehbar und politisch relevant“, so Franssen. Die Rückmeldungen aus dem „Zug der Demokratie“ zeigten, dass bestehende Angebote oft nicht ausreichend auf diese Altersgruppe zugeschnitten seien. Der Minister verwies auf den Jugendstrategieplan 2023–2027, Sportvereine, Jugendorganisationen, Ferienangebote und die außerschulische Betreuung (AUBE).

Gleichzeitig räumte er ein, dass klassische Spielplatzkonzepte künftig nicht mehr ausreichten. Gemeinsam mit den Gemeinden wolle die Deutschsprachige Gemeinschaft öffentliche Bewegungs- und Begegnungsräume stärker altersgerecht gestalten. Die konkrete Umsetzung liege allerdings in der Zuständigkeit der Kommunen. Als Beispiele nannte Jérôme Franssen aufgewertete Spielplätze in Eupen, neue Begegnungsräume in Kelmis und Infrastrukturprojekte in St.Vith. Zudem solle eine laufende Studie zur Sportstättenentwicklungsplanung zusätzliche Erkenntnisse liefern. Kathy Elsen (ProDG) erklärte in der Replik, vielen Menschen sei gar nicht bewusst, welche Infrastrukturen öffentlich zugänglich seien. Andreas Jerusalem (Ecolo) verwies auch auf die Zuständigkeit der Kommunen, die in diesem Fall der richtige Ansprechpartner seien. Diana Stiel sprach sich für eine einheitlichere Strategie bei Spielplätzen aus. Der SP-Abgeordnete und Kelmiser Schöffe Björn Klinkenberg hielt dagegen, jede Gemeinde solle ihre Strategie weiterhin autonom verwalten dürfen.

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment