Unterhalt an Wegesrändern: Freddy Mockel (Ecolo) fordert mehr Bewusstsein

<p>Freddy Mockel</p>
Freddy Mockel | Foto: belga

Der ostbelgische Regionalabgeordnete Freddy Mockel (Ecolo) hat sich beim zuständigen wallonischen Minister François Desquesnes (Les Engagés) nach dem Stand der Dinge informiert, erinnert an die geltenden Regeln und ruft die Bevölkerung auf, Beobachtungen der Verwaltung mit zu teilen.

Den meisten Menschen fällt es kaum auf, wenn sie unterwegs sind, aber die Wegesränder der Straßen unserer Region sind wichtige und oft einzigartige Ökosysteme, schreibt Mockel in einer Mitteilung. Es sind wichtige Überlebensräume für seltene oder gar gefährdete Arten und fördern den genetischen Austausch durch die Vernetzung von Lebensräumen. Umso bedauerlicher also, dass mancherorts weitaus mehr „aufgeräumt“ werde als die Verkehrssicherheit erfordert. „Viel zu breit wird mit Häckslern und Mulchern an die Vegetation gegangen und dabei auch Bäume außerhalb der zu bereinigenden Zone stark beschädigt“, so Mockel. Dabei sei gerade der Frühlingsanfang eine besonders sensible Zeit für die Tier- und Pflanzenwelt. Nicht umsonst gebe es die Initiative „Späte Mahd“, um die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten. Ebenso gibt es durch und für die öffentliche Hand besondere Lastenhefte, Rundschreiben und Sensibilisierungsaktionen sowie Pilotprojekte. Regionalminister François Desquesnes kündigte in Antwort auf die Frage von Mockel eine Analyse der erwähnten Arbeiten an, um zu prüfen, inwiefern diese mit den gängigen Regeln konform waren. Etwaige Verstöße durch Auftragnehmer würden jedenfalls geahndet, und im Falle von Arbeiten in Eigenregie werde die entsprechende Verwaltungshierarchie eingeschaltet. Freddy Mockel erinnert daran, dass auch Bürger problematische Situationen bei der wallonischen Verwaltung melden können unter der Adresse mobilite.infrastructures@spw.wallonie.be oder unter den Rufnummern 1719 (Deutsch) bzw. 1718 (Französisch). „Nur wenn wir dieses Problem gemeinsam im Blick haben und dafür sensibel sind, wird sich eine schonende und biodiversitätsfreundliche Praxis durchsetzen. Deshalb müssen alle Akteure an einem Strang ziehen: Gemeinde, Region, Lohnunternehmer, Landwirte und Bürgerinnen und Bürger“, sagt Freddy Mockel. Deshalb beabsichtigt er, weitere konkrete Infos einzuholen und hofft, dass Info- und Sensibilisierungsmaßnahmen die Thematik stärker in den Fokus rücken. (red/sc)

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