Zwar hatte die Unternehmensleitung am Donnerstagabend eine Einigung über den geplanten Umbau der Paket- und Briefverteilung angekündigt, doch von einem endgültigen Durchbruch kann noch keine Rede sein. Die Gewerkschaften machten deutlich, dass der Vorschlag zunächst mit den Beschäftigten besprochen werden muss. Es gebe noch „fünf Punkte zu klären“, hieß es aus Gewerkschaftskreisen.
Eine gemeinsame Position der Mitarbeiter wird frühestens Anfang kommender Woche erwartet. Bis dahin müssen sich die Kunden weiterhin auf mögliche Verzögerungen bei der Postzustellung einstellen. Ob und wann der Streik endet, hängt maßgeblich vom Ausgang dieser internen Beratungen ab.
Der vorgelegte Kompromiss sieht unter anderem vor, dass die meisten Dienste künftig gegen 17 Uhr enden sollen. Zudem soll der Beamtenstatus erhalten bleiben. Auch eine Erhöhung der Mahlzeitschecks um zwei Euro steht im Raum. Darüber hinaus wurde offenbar vereinbart, dass Zusteller ihre Arbeitszeiten künftig mindestens eine Woche im Voraus kennen.
Der Konflikt zieht sich bereits seit mehreren Wochen hin. Auslöser sind Pläne der Unternehmensführung, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen grundlegend zu verändern. Mit den nun vorliegenden Vorschlägen hoffen beide Seiten, den Streit noch vor Ende April beilegen zu können. (belga/calü)

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