Cyberangriff auf Basic-Fit: Kundendaten auch in Belgien gestohlen

<p>Nach einem Cyberangriff auf die Fitnesskette Basic-Fit sind Kundendaten aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Belgien, abgeflossen.</p>
Nach einem Cyberangriff auf die Fitnesskette Basic-Fit sind Kundendaten aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Belgien, abgeflossen. | Foto: belga

Der Vorfall wurde am Montag öffentlich gemacht. Bis dahin war der Angriff nicht bekannt. Entdeckt worden sei die Datenpanne bereits in der vergangenen Woche durch interne Überwachungssysteme, berichtet das Unternehmen. Nach eigenen Angaben habe man die Sicherheitslücke innerhalb weniger Minuten schließen können.

Mehrere Länder betroffen

Die Auswirkungen reichen über Belgien hinaus. Auch Kunden in Frankreich, Deutschland, Spanien, Luxemburg und den Niederlanden sind betroffen. Allein dort sollen mehr als 200.000 Personen Opfer des Datenlecks geworden sein. Für Belgien nennt das Unternehmen keine konkrete Zahl.

Bei den gestohlenen Informationen handelt es sich um sensible persönliche Daten: Namen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten sowie Bankverbindungen. Entwarnung gibt es zumindest bei einem zentralen Punkt: Passwörter seien „nicht Teil des Datenabzugs“ gewesen, so das Unternehmen.

Bislang kein Missbrauch nachgewiesen

Ob die Daten bereits missbräuchlich verwendet wurden, ist derzeit unklar. Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass die Informationen veröffentlicht oder für kriminelle Zwecke genutzt wurden.

Dennoch raten Experten zur Vorsicht. Denn die Kombination aus persönlichen Daten kann für sogenannte Phishing-Angriffe genutzt werden – also betrügerische E-Mails oder Anrufe, die täuschend echt wirken.

„Die gestohlenen Daten stellen an sich keine Gefahr dar, aber wir haben uns entschieden, die Betroffenen zu informieren, transparent zu sein und auch die Presse zu unterrichten“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Zeitung „La Meuse“.

Kunden wurden informiert

Betroffene Mitglieder wurden per E-Mail benachrichtigt. In der Mitteilung heißt es: „Leider zeigen unsere Untersuchungen, dass Ihre Daten Teil des unbefugten Downloads sind“, so das Unternehmen.

Konkrete Maßnahmen müssen Kunden laut Basic-Fit zunächst nicht ergreifen. Ein Passwortwechsel sei nicht zwingend erforderlich. Dennoch gilt: Wachsam bleiben. Gerade in den kommenden Wochen könnten vermehrt betrügerische Nachrichten im Umlauf sein, die sich gezielt an Betroffene richten.

Basic-Fit zählt zu den größten Fitnessketten Europas. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben mehr als 2.150 Studios – eines davon in Eupen – und hat rund 5,8 Millionen Mitglieder in zwölf Ländern – über 220 davon allein in Belgien. (calü)

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