Ursprünglich war das Festival für den 25. bis 27. September auf dem Gelände von Tour & Taxis geplant. Doch drastische Budgetkürzungen beim Tourismusamt visit.brussels machen die Durchführung unmöglich.
„Die Region entzieht uns 5,7 Millionen Euro bei einem Gesamtbudget von 22 Millionen Euro. Das zwingt uns dazu, das Comicfestival abzusagen“, erklärt CEO Patrick Bontinck gegenüber der Zeitung „Le Soir“.
Die Folgen gehen weit über das Festival hinaus: Auch andere Veranstaltungen werden zurückgefahren. So soll etwa das Irisfest deutlich kleiner ausfallen, während zahlreiche weitere Events gar nicht mehr beworben werden – mit Ausnahme der Pride.
Weitere Kürzungen angekündigt
Doch damit nicht genug: Laut internen Informationen könnten die Subventionen bis 2029 drastisch weiter sinken – von derzeit 22 auf nur noch 8 Millionen Euro.
„Uns wird gesagt, wir sollen uns neu erfinden, aber das ist nicht realistisch“, kritisiert Vincent Tutino, seines Zeichens Eventmanager bei visit.brussels. Er warnt zudem vor negativen Folgen für den Tourismus und die Gastronomie in der Hauptstadt.
Die Absage trifft Brüssel besonders empfindlich. Die Stadt positioniert sich seit Jahren als europäische Hauptstadt der Comics und steht in Konkurrenz zu Festivals wie dem im französischen Angoulême. (belga/calü)

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