Bei einem Besuch im Gesundheitsinstitut Sciensano in Brüssel, gemeinsam mit EU-Kommissar für Verbraucherschutz Michael McGrath, fand der Föderalminister am Mittwoch deutliche Worte. Die Branche ziele darauf ab, vor allem junge Menschen nikotinabhängig zu machen, warnte Vandenbroucke.
„Wir stellen fest, dass E-Zigaretten mehr als 2.000 offiziell registrierte Inhaltsstoffe enthalten, aber auch Metalle freisetzen und neue Stoffkombinationen durch Erhitzung entstehen – all das birgt Gesundheitsrisiken“, erklärte er.
Der Minister fordert deshalb strengere europäische Vorschriften. Konkret spricht er sich dafür aus, die erlaubten Inhaltsstoffe klar zu definieren und Einweg-E-Zigaretten EU-weit zu verbieten. In Belgien ist ein solches Verbot bereits in Kraft.
„Ich rufe die EU-Kommission auf, dieses Thema sehr ernst zu nehmen und die Regulierung zu verschärfen, damit E-Zigaretten nur noch als Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung eingesetzt werden“, so Vandenbroucke.
Auch auf nationaler Ebene sieht er weiteren Handlungsbedarf. Als Vorbild nennt er die Niederlande, wo nur Tabakaromen erlaubt sind. Eine ähnliche Regelung möchte der Föderalminister auch hierzulande durchsetzen – derzeit bemüht er sich, dafür Unterstützung innerhalb der föderalen Regierung zu gewinnen.
EU-Kommissar McGrath betonte seinerseits die Notwendigkeit einer besseren Koordination bei der Überwachung entsprechender Produkte. Eine Überarbeitung der europäischen Regeln sei noch für dieses Jahr geplant. (belga/calü)

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