Damit überholt die Medizintechnologie den Bereich Halbleiter, der um 12,3 Prozent zulegte. Andere Technologiefelder in Belgien – darunter Biotechnologie, Werkstoffe und Metallurgie, Pharmazie, Bauwesen und Informatik – verzeichneten hingegen rückläufige Zahlen.
Regional dominiert Flandern deutlich das Patentgeschehen und steht für 68,6 Prozent aller belgischen Anmeldungen. Dahinter folgen die Wallonie mit 17,9 Prozent und die Region Brüssel-Hauptstadt mit 13,5 Prozent.
Auf Provinzebene verzeichnete Wallonisch-Brabant den stärksten Zuwachs: Die Zahl der Anmeldungen stieg von 138 im Jahr 2024 auf 199 im Jahr 2025. Dennoch bleibt Flämisch-Brabant mit 462 Patentanmeldungen führend.
Unter den zehn größten belgischen Patentanmeldern befinden sich zur Hälfte Universitäten oder öffentliche Forschungseinrichtungen. Die Katholische Universität Löwen (KU Löwen) belegt mit 103 Anmeldungen Rang fünf, zwei Plätze vor der Universität Gent. Europaweit gehört die Katholische Universität Löwen zu den aktivsten Hochschulen und liegt bei den Patentanträgen auf Platz zwei hinter der École polytechnique fédérale de Lausanne und der Danmarks Tekniske Universitet.
Frauen bleiben bei Patentanmeldungen weiterhin unterrepräsentiert. In Belgien stammen 32 Prozent der Anträge von Frauen. Damit liegt das Land europaweit auf Platz drei hinter Spanien (42 Prozent) und Finnland (34 Prozent).
Insgesamt reichte Belgien 2025 beim Europäischen Patentamt 2.548 Anmeldungen ein. Damit belegt das Land weltweit Rang 14 (innerhalb der EU Rang 8) und liegt zwischen Dänemark und Spanien. Im Vergleich zum Rekordjahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von 2,6 Prozent. Die meisten Patente wurden von den USA, Deutschland und China angemeldet.
Insgesamt registrierte das Europäische Patentamt 201.974 Patentanträge im Jahr 2025, ein Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (belga/rt)

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