Fake-Nacktbilder im Netz: Groen will Apps stoppen

<p>Meyrem Almaci in der Kammer</p>
Meyrem Almaci in der Kammer | Foto: belga

Die Almaci kündigte einen entsprechenden Gesetzesvorschlag an, der sowohl das Angebot als auch die Verbreitung solcher Anwendungen unter Strafe stellen soll. Hintergrund ist unter anderem die Kritik an KI-Tools wie Grok, dem Assistenten der Plattform X, der wiederholt wegen der Erstellung von gefälschten Nacktaufnahmen – auch von Minderjährigen – in die Schlagzeilen geraten ist.

Die Groen-Politikerin spricht von einer alarmierenden Entwicklung: „Das ist eine Epidemie von Online-Sexualmissbrauch“, warnt sie. „Jeden Tag werden Frauen und Kinder Opfer von Deepnudes, die sich rasend schnell im Netz verbreiten, während ihre Löschung ein langsamer und zermürbender Kampf ist.“

Konkret sieht der Vorschlag vor, Anbieter und Verbreiter solcher Anwendungen strafrechtlich zu verfolgen. Zwar wird auch auf europäischer Ebene über ein mögliches Verbot diskutiert, doch Almaci fordert rasches Handeln auf nationaler Ebene. „Wir müssen schneller und entschlossener gegen Apps und Plattformen vorgehen, die damit Geld verdienen und Betroffene traumatisiert zurücklassen“, erklärt sie.

Zusätzlich will Groen das Urheberrecht erweitern – und zwar auf Körper, Gesicht und Stimme von Personen. Damit sollen Opfer ein wirksameres Instrument erhalten, um manipulierte Inhalte schneller aus dem Netz entfernen zu lassen. Studien aus Dänemark zeigen laut Almaci, dass Plattformen auf Urheberrechtsbeschwerden deutlich schneller reagieren als auf andere juristische Anfragen.

Die vorgeschlagene Regelung könnte damit zu einer Art „Notbremse“ werden, um gegen die rasante Verbreitung von Deepfake-Inhalten vorzugehen. (belga/calü)

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